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liess, weil er jetzt mit der Krönung nicht eilen zu dürfenglaubte, sein Heer wieder auseinandergehen. 1 )
Es war nichts als Täuschung, und es dient wahrlichnicht dazu, Adolfs Charakter in unseren Augen zu erheben,wenn wir sehen, dass er in demselben Augenblicke, wo erPhilipp mit eidlichenFriedensversicherungen hinzuhalten suchte,im Begriffe stand, seinen letzten und höchsten Trumpf gegenihn auszuspielen. Einen deutschen Fürsten als Gegenkönigaufzustellen, war ihm nicht gelungen, jetzt wollte er seinHeil in der Fremde versuchen.
Wir haben gesehen, wie in Köln die englischen Gesandtenvergeblich sich bemühten, die Fürsten für die Wahl des Pfalz-grafen zu gewinnen. Den günstigen Zeitpunkt benutzend,schlugen sie jetzt dessen Bruder Otto, Grafen von Poitou zumKönige vor, 2 ) und gewiss konnte sich Adolf keinen genehmerenKandidaten wünschen; Otto stand an Rang weit hinter seinenWählern 3 ) und besass in Deutschland nichts als den drittenTeil der Braunschweigischen Allode, seine Unbedeutendheitbot also ziemliche Bürgschaft für seine spätere Abhängigkeit,er musste ein gefügiges Werkzeug werden in der Hand derer,die ihn erhoben hatten. Hinter ihm aber stand sein OheimRichard mit dem englischen Gelde 4 ) und den Privilegien fürdie Kölner Bürgerschaft. Das entschied. Von Andernachging in der zweiten Hälfte des April der Bote der dort ver-sammelten Fürsten, Graf Emicho von Leiningen, an den eng-lischen König ab, ihm die seinem Neffen zugedachte Würdekund zu thun und letzteren nach Köln zur Wahl zu geleiten. 5 )
Otto zögerte keinen Augenblick, mit beiden Händen zu-zugreifen und machte sich von seinem Oheim reichlich mit
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J ) Ann. Marb. 169. Ann. Col. 806, namentlich aber Eeg. de neg.imp. no. 136.
2 ) Rog. de Hov. IV, 44.
3 ) Er gehörte nicht zu den Fürsten, s. Picker, Reichaf. I, 188 ff.
4 ) Rudolf. Coggeshale ed. Stevenson in Ss. rer. Britt. p. 88. Reg.de neg. imp. 136. Caes. Heist. dial mir. 2, 30; Chron. Ursp. 367.
5) Otto Sanbl. cap. 46. vgl. Wiukelm. I, 73. 4; 74. 3.