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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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seiner Freunde und mehr noch durch die Drohungen desBischofs von Strassbürg und des Grafen von Dachsburgwieder umstimmen. Eidlich gelobte er den Fürsten, alleBedingungen genau zu erfüllen, zur bestimmten Zeit miteinem Heere nach Andernach zu kommen und dort die förm-liche Wald derselben anzunehmen: für die Zahlung des vonAdolf ausbedungenen Kaufpreises stellte er ausserdem Geiseln. 1 )

Aber die Bedenken, die dem Zähringer schon in Kölngekommen waren, stiegen bald mit erneuter Gewalt in ihmauf. Er dachte mit Schrecken an die grossen Ausgaben, dieer schon gehabt hatte und die ihm noch bevorstanden; zu-dem verhehlte er sich nicht, dass er durch die Lage seinesHerzogtums den Angriffen des mächtigen Staufers unmittel-bar ausgesetzt doch in kurzem unterliegen müsse, und ohneBedenken griff er zu, als Philipp ihm die Hand zum Friedenbot. Für die Belehnung mit der Reichsvogtei Schaffhausenund die Verpfändung von Breisach entsagte er der Krone;seinen ihn bereits in Andernach erwartenden Wählern liess ermelden, er wolle nicht die Ursache einer Spaltung im Reichesein und trete deswegen von der Bewerbung zurück. 2 )

Die Versöhnung Bertholds mit König Philipp erweckteim Lande die grösste Freude, denn allgemein hoffte man,dass angesichts dieser Thatsache auch Adolf endlich seinen nutz-losen Widerstand aufgeben werde. Philipp seinerseits liess es an

nichts fehlen; er machte dem Kölner die glänzendsten Aner-bietungen, um ihn dadurch für sich zu gewinnen, zu gleicherZeit aber schickte er sich an, mit Heeresmacht zur Krönungnach Aachen zu ziehen und den Erzbischof samt seinen An-hängern nötigenfalls mit Gewalt zur Vernunft zu bringen.Das bewog diese zu scheinbarer Nachgiebigkeit; sie schworensogar, noch nachträglich ihre Stimmen auf den König zu ver-einigen. In seiner Gutmütigkeit traute ihnen derselbe und

i) Ann. Marb. 169. Ann. Col. 80G. Bist. Nov. Mon. Böhmer f. III,21. Otto Saubl. c. 46. Chron. Ursp. 366.

2) Ann. Marb. 169. Ann. Col. 806. Chron. Ursp. 367.