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Geld ausgestattet 1 ) sofort auf den Weg. An der Grenzeempfing ihn Adolf und geleitete ihn in den Pfingsttagen(17. Mai) nach Lüttich, um auch den dortigen Bischof fürseine Sache zu gewinnen. Albert von Kuik war in den Nieder-landen bis dahin der einzige gewesen, der allen BemühungenAdolfs zum Trotz treu zum staufischen Hause gehalten hatte,und auch jetzt Hess er sich weder durch Drohungen, nochdurch Bitten, noch durch Geschenke von der Partei Philippsabwendig machen. 2 ) Desto glänzender und ehrenvoller warder Empfang, welcher Otto zu Köln wartete. Zwei Tage-reisen gingen ihm Klerus und Fürsten entgegen und geleitetenihn mit Lobgesang und Jubel in den Dom von St. Peter. 3 )
In den nächsten Tagen begannen die Wahlverhandlungen,oder vielmehr, da die Wahl beschlossene Sache war, dieVerhandlungen über den Preis, welchen der Weife jedemder Wähler zu zahlen hatte. Sie dauerten mehrere Tage,erst am 9. Juni wurde Otto als gewählt ausgerufen, und mitfreudigem Zuruf begrüsste das Volk den neuen König. Einglänzendes Meteor, welches man am Mittage des 6. Juni 4 )in Köln gesehen hatte, galt allen als eine gute Vorbedeutung;doch wenn jemals, so ist damals die Himmelserscheinung einUnglücksbote gewesen, denn mit der Wahl Otto's schwandauf lange Jahre der Friede aus deutschen Landen und machtebitterem Zwist und unseligem Hader Platz.
Adolf wollte sein Werk nicht unvollendet lassen. Sollteseines Schützlings Königtum nur einigermassen anerkanntwerden, dann musste er den alten Sitz des Reiches Aachenzu gewinnen suchen und dort die Krone empfangen. Miteinem
gewaltigen
Heere, 130 000 Mann sollen es gewesen
J) Am. Lnb. VI, 1;VII, 15. Rad. Coggesh. 88. Gesta episc. Halb.M. G. 23, 113.
2) Rein. Leod. p. 654.
8 ) Reiu. Leod. ibid. Braunschw. Reimchr. p. 520.
4 ) Den Tag ergiebt eine Yergleichung von Ann. S. Gereonis M. G.IG, 734 mit Ann. Ool. 807. vgl. übrigens Winkelmaun I, p. 83, 1 u.Picker, reg. imp. no. 198, f.