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anstalten der Erzbischöfe Adolf und Johann eine vertraulicheWahlbesprechung der antistaufischen Partei stattfand. Siewar lange nicht so besucht, wie Adolf gewünscht und gehoffthatte. Ausser seinen unmittelbaren Anhängern am Nieder-rhein und in Westfalen hatte sich nur noch Konrad vonStrassburg und Herzog Bernhard von Sachsen eingefunden. 1 )Sollte überhaupt von den Anwesenden jemand gewählt wer-den, so konnte nur der Sachsenherzog in Betracht kommen,und kurz entschlossen bot Adolf ihm die Krone. 2 ) Bernhard
bereits infra natale domiiii zu König Richard nach Roiieu gekommensei, auf den 25. Dezember beziehen, wie Winkelmann thut, so müsstedieselbe allerdings schon früher zusammengetreten sein, doch ist dasinfra natale domini so allgemein, dass mau schlechtweg „die Weihnachts-zeit" darunter verstehen kann, diese aber dauert bis Anfang Februar.
') Ann. Marb. p. 168. Ann. Gol. Max. 806. Ghron. reg. Gol. MG. 24, 5.
") Nachdem, was Winkelraann I. S. 56. 1 über die Kandidaturdes Sachsenherzogs gesagt bat, darf nicht mehr gezweifelt werden, dassdieselbe bereits auf den ersten Audernacher Tag und nicht wie Abelp. 46 will, auf den zweiten za setzen ist Aber mau hat dabei gar nichtnötig, mit Winkelmann in dem ßechtfertigungsbriefe Philipps an deuPapst von 1206 (Heg. de lieg. imp. 136) einen Irrtum in der Zeitfolgezu scheu, wenn die Kandidatur Bertholds v. Zubringen vor der Bern-hards erwähnt wird; beides liisst sich vielmehr recht wohl mit einandervereinigen. Als Adolf nach dem Tode Heinrichs sich nach Throukau-didateu umzusehen anfing, musste seiu Blick fast mit Naturnotwendigkeitzuerst auf den Zähringer Herzog fallen. Berthold war von jeher einerbitterter Feiud des staufischen Hauses gewesen, er hatte teilgenommenau jener Fürstenverschwörung von 1192. 93 uud schlug sich eben jetztin wilder Fehde mit Heinrichs VI. Bruder, Otto von Burgund, herum.Musste das nicht unter den obwalteudeu Umständen die beste Empfehlungbei Adolf sein? Nun wissen wir aus Ann. Marb. p. 168, dass es demKölner Erzbischof gelaug, noch im Herbste 1197 den Bisehof Kouradv. Strassburg auf seiue Seite zu ziehen, sollte er da dessen Verbündetenund Nachbar Berthold übersehen habeu? Wird er nicht auch mit diesemin Unterhandlungen getreten sein und ihu durch die verlockende Aus-sicht auf die Königskrono geködert haben? Dass dann auf dem Auder-nacher Tage der Herzog vou Sachsen ihm vorgezogen wurde, erklärtsich einfach genug aus dem Nichterscheinen des Zähringers; Adolfkonnte ja nicht wissen, ob Berthold geneigt sei, die Wahl anzunehmen.Meine Ansicht wird gestützt durch folgende zwei Quellenstellen: