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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Das alte Reich krachte in allen Fugen und drohte in jedemAugenblicke auseinanderzugehen.')

Dass unter solchen Umständen nicht ein Kind an dieSpitze der Regierung gestellt werden könne, dass es vielmehrder vollen, ungeteilten Kraft eines ganzen Mannes be-dürfe, um Ordnung in diesem Chaos zu schaffen, das sahenselbst die Fürsten ein, die dem staufischen Geschlecht nichtgeradezu abgeneigt waren. Von einer Anerkennung Friedrichswar keine Rede mehr, zumal die meisten nur aus Furcht vordem Vater einst dem Sohne den Treueid geleistet hatten. Verge-bens suchte daher Philipp, als er etwa Anfang Novembernach Deutschland zurückgekehrt war, seinem Neffen die Kronezu retten. Sein Anerbieten, als Vormund des Knaben biszu dessen Volljährigkeit die Regierung zu führen fand fast garkeinenAnklang. 2 ) Das einzige, was er erreichte, war die Beilegungder Fehden zwischen Pfalzgraf Otto und seinen Gegnern. EinenAugenblick schien es auch, als ob er den wichtigsten von diesen,Bischof Konrad von Strassburg, in sein Interesse würde ziehenkönnen, wenigstens wurde derselbe zu Hagenau erwartet, 3 )wohin Philipp zu Weihnachten seine Anhänger berufen hatte, 4 )aber noch im letzten Augenblick machte ihn der Kölner ab-spenstig. Anstatt nach Hagenau ging Konrad nach Ander-nach, wo in den ersten Tagen des neuen Jahres 5 ) auf Ver-

J) Eeg. de ueg. irap. no. 136.

2 ) Eeg. de neg. irap. do. 136.

3) Ann. Marb. p. 168.

4) Hou. cpnt,. Weiug. MG. 21, 479; Chron. Ursp. 365.

5 ) Der Tag von Andernach dürfte doch wohl erst im Januar 1198und nicht nach Winkelmann I, 57 schon im Dezember 1197 stattgefundenhaben. Dafür spricht, dass Ann. Col. Max. p. 806 und Ann. Marb.p. 168 ihn zum Jahre 1198 also nach dem 25. Dezember 1197 setzen,und Herzog Philipp von Hagenau aus, wo er das Weihnachtsfest feierteund sicherlich noch einige Zeit nachher geweilt hat, Boten nach Ander-nach sandte, um gegen eine etwaige Königswahl Protest zu erheben(Cliron. Ursp. MG. 24 p. 3f>5). Wollte mau die Nachricht bei Rogerde Hovedeu IV, p. 37, wonach als Folge der Andernacher Versammlungdie Gesandtschaft des Erzbischofs von Köln und der übrigen Fürsten