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und die Umstände begünstigten ihn dabei ausserordentlichinsofern, als gerade damals die mächtigsten Reichsfürsten imheiligen Lande waren, und er ohne Rücksicht auf sie seinenPlan ausführen konnte, besonders aber kam ihm zu statten, dassihn Konrad von Mainz während seiner Abwesenheit zumStellvertreter in Reichssachen bestellt hatte. 1 ) Unter demTitel eines Reichsverwesers konnte er jetzt ungehindert imTrüben fischen und nach allen Seiten seine Netze auswerfen.Noch im Herbste 1197 gewann er den schwachen Johann v.Trier. Eidlich soll dieser gelobt haben, nur den zum Königezu wälden, welchen Adolf anerkennen werde, und als Lohnwurde ihm der Kölner Kirchenschatz für die Summe von8000 Mark verpfändet. 2 ) Zu derselben Zeit knüpfte er mitHerzog Berthold von Zähringen wegen Uebernahme derKönigskrone Unterhandlungen an, und auch der Sachsenher-zog Bernhard liess sicli durch die Aussicht auf die Herrschaftverlocken, auf des Kölners Seite zu treten. 3 ) Es war eingrosses Unglück, dass der einzige Mann, der den IntriguenAdolfs mit Nachdruck hätte entgegentreten können, Herzog-Philipp von Schwaben, in Italien weilte. Sein wilder Bruder,Pfalzgraf Otto von Burgund, hatte für das gemeinsame Inter-esse des staufischen Hauses kein Verständnis. Grade damalsSchlug er sich in erbitterten Fehden mit seinen Nachbarn,den Bischöfen von Strassburg und Basel, dem Herzog vonZähringen, den Grafen v. Dachsburg und anderen oberrheini-schen Grossen herum und half dadurch die allgemeine Ver-wirrung nur noch steigern, 4 ) denn ohnehin befand sich Deutsch-land in einem Zustande wilden Aufruhrs. Der Tod des Kai-sers hatte alle Bande des Gehorsams und der Ordnung ge-löst, und Recht und Friede schien mit ihm gestorben zu sein. 5 )
!) Arn. Lnb. MG. 21. lib. VI, 1.
2 ) Eegistrum de negotio imperii no. 26 bei Baluze, Epistolao Inno-ceutii III. Bomaui pontifieis I, 687. Brauusch. Beimchr. p. 520.
3 ) Beg. de neg. imp. no. 136.
4) Ann. Marb. p. 168. Hist. Novient Mon. Böhmer fönt. 3, 22.
5) Gerlae. Milovic. MG. 17, 709.