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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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alten Hasse neue Nahrung. Furchtbar hauste Hartwich in denJahren 119293 als Anhänger der Weifen in der GrafschaftStade, und die gegenseitige Erbitterung stieg immer mehr. 1 )Der Kaiser hatte dex Sache keine Bedeutung beigemessenund "war, ohne sich weiter darum zu kümmern, im Mai 1194nach Italien aufgebrochen. Endlich legte sich Papst CoelestinIII. ins Mittel. In seinem Auftrage sollten die Bischöfe vonMinden und Verden die Angelegenheit einer genauen Prüfungunterziehen und dann gütlich beizulegen suchen. Yom Kaiserwurde Erzbischof Adolf mit der Vermittelung betraut, dochdieser, statt das Interesse der kaiserlich gesinnten Bürgerwahrzunehmen, stand ganz auf Seiten Hartwichs und wusstedie Geistlichkeit und einen Teil der Ministerialen zu einemVergleich mit dem Erzbischofe zu bestimmen. Am 4. Juli1194 wurde die Vertragsurkunde von beiden Seiten unter-zeichnet; 2 ) kurz darauf kam Hartwich nach Bremen. Zwarwagte die Bürgerschaft jetzt nicht mehr, ihm die Thore zuschliessen, aber man murrte offen über seine Rückkehr, dasie ohne Wissen und Willen des Kaisers geschehen sei. Ver-gebens brachte der Erzbischof dagegen das Zeugnis Adolfsvon Köln bei; die Bürger erklärten, nur des Kaisers eigenerBrief und Bote könne seine Verbannung aufheben und ver-weigerten ihm die Einkünfte des Erzbistums, deren Verwaltungjener ihnen übertragen habe. 3 )

So gab dieser Vertrag nur Anlass zu neuen Streitig-keiten, welche durch das Dazwischentreten des Grafen vonHolstein immer ärger wurden. Umsonst befahl Coelestin denBischöfen von Münster und Osnabrück mit Zwangsmassregelngegen den Grafen vorzugehen; sein Befehl blieb unberück-sichtigt, und schon beauftragte er den Kölner Erzbischof mitAusführung desselben, 4 ) als mit der Rückkehr Heinrichs VI.den Parteikämpfen ein Ziel gesetzt wurde. 5 )

i) Vgl. Toeche S. 214. 306.

2 ) Lappenberg, Hamburgisches Ukdb. I, no. 301.

3) Arn. Lub. M. G. Ss. 21, p. 197. lib. V", 21.

4 ) Lappenberg, Ukdb. I, no. 306.

5) Arn. Lub. V, 22. vgl, Toeche S. 384 ff.