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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Als dann Erzbischof Philipp seine Politik dein Kaisergegenüber wechselte, fand er an den weifenfreundlichen eng-lischen Königen den kräftigsten Rückhalt, und dass Adolfnicht daran dachte, die alten Beziehungen Kölns zu Englandzn lösen, zeigt sein eifriges Bemühen für die BefreiungRichards^ Durch nichts ist in der Folgezeit die Macht desStaufers so sehr geschwächt worden, als durch diese beharrlichdurchgeführte englische Politik des Erzbischofs, bei der erauf die nachdrücklichste Unterstützung von Seiten seinerBürger rechnen konnte.

Die Wahl Adolfs hatte etwa im September oder Oktoberstattgefunden (nachweislich zum ersten Male erscheint er alsErwählter von Köln am 2. November); 1 ) jetzt erst am 2(i.März 1194, dem Sonnabend Sitientes erhielt er diePriesterweihe und wurde am folgenden Tage, dem Sonntage,ludica, vom Bischöfe Hermann von Münster unter Assistenzdes Erzbischofs Konrad von Mainz und des Bischofs Dietmarvon Minden zum Bischöfe konsekriort. 2 ) Damit trat er de-linitiv die Regierung des wichtigen Erzstiftes an. Sie sollteverhängnissvoll sowohl für Köln wie für das Reich werden.

Die Folgen der grossen Fürstenverschwörung von 1192dauerten fori in den Streitigkeiten der Bremer Kirche. Dortwar der bei seinen Diözesanen verhassfc Erzbischof Hart-wich IL im Sommer 1190 wegen verräterischer Verbindungmit den Weifen von Kaiser Heinrich verbannt worden undauf ein Jahr nach England gegangen. Nach Ablauf desselbenzurückgekehrt hoffte er ohne Schwierigkeit seinen alten Sitzwieder einnehmen zu können, allein die Bürger von Bremenverweigerten ihm die Aufnahme in die Stadt. Das gab dem

J) Stumpf, Reichskanzler IT, 3. 438.

-) Ann. Col. Max. zu 1193 kombiniert mit Ann. S, (Jereonis M.0. IG zu 1194. vgl. Ficker, Eng. d. Heil. p. 210. Die dort angeführtenBeweise Hessen sich ans der Datierung der Urkunden Adolfs leicht ver-mehren. Pertz in seiner Ausgabe der Ann. Col. M. G. 17 bemerkt zumSonnabend Sitientes am Rande17. April." Wie er zu diesem Datumkommt, ist mir unerklärlich, es pnset weder zu 119:! noeh 1194,