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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
Entstehung
Seite
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Handelsprivilegien. Ihre Gildhalle in London sollte von derjährlich zu zahlenden Steuer von zwei Solidi frei sein, über-haupt alle Abgaben, 'welche sie bis dahin für ihre Personund ihre Waaren in England dem Könige zu zahlen hatten,in Wegfall kommen, frei sollten sie Handel treiben dürfendurch das ganze Königreich und alle Märkte desselben ihnenoffen stehen. 1 )

Die Handelsbeziehungen Kölns zu England waren vor-zugsweise der Grund, weswegen seine Erzbischöfe in ihrerPolitik sich so eng an dieses Land anschlössen. In seinenAnfängen reicht der Handel der Stadt mit England ge-wiss weit hinauf, aber von Bedeutung wurde er erst unterErzbischof Rainald -von Dassel. Damals verlieh im Jahre1157 König Heinrich IL den Kölnern wichtige Freiheitenin London und nahm überhaupt ihren Handel mit Englandin seinen besonderen Schutz. 2 ) In folge dessen hob sich der-selbe ausserordentlich schnell, zumal Köln für jene Zeit alleVorbedingungen einer grossen Handelsstadt hatte. Man wollesich nur daran erinnern, dass damals die Seeschiffe hinauf-fuhren bis an die stolze Rheinstadt, dass es im zwölften Jahr-hundert als grosse Handelsstädte wohl ein Brügge und Ant-werpen, aber noch kein Amsterdam und Rotterdam gab, unddass Dortrecht und Thiele erst im Werden waren, dass end-lich das Land, welches Köln umgab, in reicher Fülle dieverschiedenartigsten Handclsprodukte erzeugte und namentlicheinen Wein produzierte, der in England ebenso geschätzt war,wie der französische. 3 ) Bald wurde der englische Handeleine unerschöpfliche Quelle des Reichtums für die Stadt,in ihm lagen die eigentlichen Wurzeln ihrer Macht und Be-deutung, und ihm verdankt es Köln hauptsächlich, wenn esdas wurde, was es zu Ende des zwölften Jahrhunderts war,der Mittelpunkt des deutschen Lebens. 4 )

*) Ennen und Eckertz, Quellen I, uo. 109.

2 ) Lappenberg: Urkundliche Geschichte des hansischen Stahlhofesin London, Urkundeubeilage p. 4. Ennen u. Eckertz Quellen T. uo. 68. 69.a ) Ennen u. Eckertz, Quell. I, no. 69.4 ) Vgl. Abel: Politische Bed. Kölns p 464.