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nehmen, er war sich seiner Kraft wohl bewusst und durftehoffen, mit Hilfe seiner alten Freunde und Verbündeten ihnsiegreich durchzufuhren. Doch lassen wir die Thatsachenselber reden.
Noch immer befand sich Richard Löwenherz in deutscherGefangenschaft. Das Lösegeld, an dessen Zahlung nach demWormser Vertrage vom 29. Juni 1193 seine Befreiung ge-knüpft war. war noch lange nicht zusammengebracht, unddes Königs Haft schien sich ins Unendliche verlängern zuwollen; da traten die deutscheu Fürsten für ihn ein. Erz-bischof Adolf war es wahrscheinlich, 1 ) der auf. dem Reichs-tage zu Kaiserswerth (25. November 1193) im Verein mitden dort zahlreich erschienenen niederrheinischen Grossenden Kaiser bewog, die Freilassung Richards endgültig aufden 17. .Januar 1194 nach Speier zu setzen. Als nun dessenMutter Eleonore auf Bitten ihres Sohnes mit dem ErzbischofWalter von Ronen und anderen englischen Grossen nachDeutschland kam, um Zeuge seiner Freisprechung zu sein,besuchten sie zuvor Adolf in Köln und pflogen mit ihm Ratwährend des Festes Epiphanias. Sie wussten wohl, wer esgut mit ihnen und ihrem Könige meinte. 2 )
Doch das Dazwischentreten Frankreichs sollte noch ein-mal die Freilassung Richards verzögern. Zusehr war PhilippAugust dabei interessiert, als dass er nicht alles aufge-boten hätte, dieselbe zu hintertreiben. Schon war Heinrich .nach Speier gekommen, um seinem Versprechen gemäss denGefangenen der Haft zu entlassen, da trafen ihn die lockendenAnerbietungen des französischen Königs. Zugleich warb dieserum die Hand der Tochter des Pfalzgrafen Konrad, einerCousine des Kaisers. 3 ) Das machte letzteren schwankend, und
') Diese ansprechende Vermutung Toeclies, Heiurich VI. p. 286wird durch das fernere Verhalten des Kölners nur bestätigt; vgl. über-haupt für das Folgende Toeche 286 fl'.
») Roger de Hovedeu ed. Stnbbs III, 214. 226 in Ss. rer. Britt.medii aevi; Radulfus de Diceto bei Bouquet: Rec. des hist. 17, 671.
3 ) Nicht Nichte, wie Toeche will.
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