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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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von Kuik, Pyraont ünäLippe, ungerechnet die ganze, grosseSehaar der Meinen Herren zwischen Maas, und Weser. SelbstRheinpfalzgraf Konrad, der Bruder Kaiser Friedrichs I, undder Landgraf von Thüringen hatten es nicht verschmäht, beider Kölner Kirche zu Lehen zu gehen. 1 )

Dazu kam die Bedeutung, zu welcher die Hauptstadtder Erzdiözese gegen Ende des 12. Jahrhunderts sich er-hoben hatte. Keine blühendere und volkreichere Stadtmochte es damals geben im Norden der Alpen. Weit ragtedas heilige Köln, durch Gottes Gnade der römischen Kircheergebene Tochter" 2 ) hervor über ihre Schwesterstädte anGrösse und Reichtum, an Bedeutung für Kirche und Staat,für Kunst und Wissenschaft, Handel und Gewerbe, und wennes in alten Sprüchen heisst:qui non vidit Coloniam, Jionvidit Germanium" oderKoellen eyn kroin boven allen stcdenschoin", so liegt darin für diese Zeit kaum eine Uebertreibung.Hier trafen die grossen Handelszüge zusammen, die vonVenedig und Genua über die Alpen und den Rhein hinab,dann vom fernen Nowgorod durch die Vermittelung Lübecksund der westfälischen Städte dem Westen die Erzeugnissedes Ostens zuführten, hier war der grosse Stapelplatz derWaaren, die aus England, dem nördlichen Prankreich undden Niederlanden für den Osten bestimmt waren. Paris undLondon traten damals weit zurück hinter die stolze Rhein-stadt, nur Rom und Konstantinopel konnten sich mit ihrmessen. 8 )

Es war also nicht Selbstüberschätzung, wenn Adolf eswagte, den Kampf mit dem mächtigen Kaiserhause aufzu-

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*) Wir besitzen ein Verzeichnis der Erwerbungen, welche Erz-biechof Philipp während seiner Kegierung gemacht hat, und welches dieLehnsabhängigkeit der genannten Grossen von der Kölner Kirche sicherstellt. (Archiv für die Geschichte des Niederrheins IV, 356 ff.) UnterBruno treten die Grafen von Ahr und Hochstaden hinzu. Lac. I, no. 539.

2 ) Saueta Colouia, dei gratia Komane ecclesie fidelis filia lautetdie Umschrift des alten Kölner Stadtsiegels.

3 ) S den oben angef. Aufsatz von Abel u, Ficker, Engelbert p. 85.