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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Schon die Art, wie Bruno auf den bischöflichen Stuhlerhoben ward, schrieb ihm sein politisches Handeln vor.Als veranlasst durch die schändliche Ermordung des LütticherBischofs Albert von Brabant (3. Nov. 1192) die Oppositionwieder in hellen Flammen aufloderte, war er der erste Bundes-genosse der Herzöge von Brabant und Limburg, die alsnächste Verwandte des Ermordeten sich an die Spitze derBewegung stellten. Der Kaiser kam in arge Not; nur aufseine Hausmacht angewiesen, wäre er sicherlich der Ueber-macht der Fürsten erlegen, doch sein gutes Glück verliessihn nicht. Ehe noch der Aufstand völlig zum Ausbruch ge-kommen, besass er bereits in dem gefangenen Richard Löwen-herz das Mittel, ihn lahm zu legen. 1 ) Wiederum musste, wieeinst im Jahre 1187 Adolf den Vermittler spielen. Ostern(28. März) 1193 finden wir ihn am kaiserlichen Hofe zuSpeier, 2 ) wo er von Seiten der niederrheinischen Fürsten dieersten Unterhandlungen einleitete. Wie sehr er dabei dieInteressen Kölns zu wahren verstand, zeigen die vorteil-

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des bergischen Hauses war. Schon Friedrich II. hatte sie vor seiner Er-hebung zum Erzbischof von 1154-56 iune gehabt, (Lac. I, 264, 2G8.Ann. C'ol. Max. zu 1157) und von 1156 bis 1191 war sie in den Händenseines Bruders Bruno gewesen (Lac. I, 269). Unter Adolfs Regierungerhielt sie sein Vetter Engelbert von 11981216, und auch noch nachdiesem erscheinen bergische Söhne als Inhaber der Stelle. Das einzige,was gegen meine Annahme sprechen würde ist, dass Adolf niemals inden Urkunden Propst von St. Georg genannt wird. Aber das findetseine Erklärung darin, dass er zu gleicher Zeit Dompropst war und esfür unnötig hielt oder keine Veranlassung hatte, seine übrigen Titelhinzuzufügen, wie auch Bruno in der ganzen Zeit von 11561191 nureinmal (Gelenii faragines 4, 180) als Bruno, maj. ecel. et s. Georgiipraepositus erscheint. Zur Stütze meiner Ansicht kommt hinzu, dasswährend der Jahre 11911194 also bis Adolf Erzbischof wurde, wohlöfter der Dechant des St. Georgstiftes, niemals aber der Propst desselbenurkundlich vorkommt, was doch sehr auffallen miisste, weuu er eben nichtmit dem Dompropst ein und dieselbe Person wäre.

J ) Das Nähere darüber bei Toeche, Kaiser Heinrich VI. S. 232 ff.

2 ) Mon, Boica, Collect, nova II, 1, p. 469. Hansiz: Germania sacra,I, 339,

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