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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
Entstehung
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noch zwei ältere Brüder, Arnold und Friedrich. Als jüngsterwurde er, um den Familienbesitz durch fortwährende Tei-lungen nicht zu zersplittern, dem geistlichen Stande bestimmtund dem Dienste der Kölner Kirche gewidmet. Fs warennicht die trübsten Aussichten, die .sich ihm hier eröffneten;denn das Geschlecht derer TOnBerg hatte mit der Zeit einenüberwiegenden Einfluss auf die Besetzung der höchsten Würdendes. Stifts erlangt; bereits zweimal waren kurz hintereinanderSöhne des Hauses auf dem erzbischöflichen Stuhle zu Kölngesessen, 1 ) und das Ansehen der Familie hatte dadurchsicherlich nicht gelitten.

Frühzeitig kam Adolf ins Kölner Kapitel. Kaum einzwanzigjähriger Jüngling erscheint er 1176 urkundlich zumersten Mal als Stiftsherr der Domkirche; 2 ) doch war diesnicht die einzige Pfründe, deren Einkünfte er zog; der Sohndes mächtigen Grafenhauses wurde mit solchen förmlich über-häuft. Er lässt sich noch nachweisen als Canonikus derKollegiatstifter St. Andreas und St. Georg in Köln, 3 ) undmanche andere kirchliche Würde mag er bekleidet haben,von der wir nichts wissen. Es lag das so im Geiste derZeit. Mit dem wachsenden Reichtum Mar allmälig die Ver-weltlichunu' in die Kirche eingedrungen und machte sich

wahrscheinlich erst im ersten Viertel des sechszehuten Jahrhundertsverfasst worden ist, nennt als solche Margareta, die Tochter des GrafenWilhelm v. Jülich. Ob man auf diese Notiz etwas geben kann, istfraglich, zumal die Nachrichten der Chronik grade für diese Zeit sehrverworreu und nachweislich falsch sind. So nennt sie z. B. Eberhard,den Vater Adolfs, bereits den dritten Grafen von Altena und als seineSöhne Friedrich, Adolf und Eberhard. Uebrigens scheint der NameMargareta für die Frauen des bergischen Hauses traditionell gewesenzu sein; auch Eberhards Schwägerin, die Gattin seines Bruders Engel-bert, soll so geheissen haben; vgl. Kremer, Akad. Beitr. III, 139.

J ) Bruno II, ein Sohn Adolfs II. vou Berg, von 11321137 undsein Neffe Friedrich IL, Sohn Adolfs III. von Berg, von 11561158.

3 ) Kiudlinger, Gesch. der Familie u. Herrschaft v. Volmesteiu II, 27.

3 ) Lac. IV, 634; Ennen u. Eckertz: Quellen zur Geschichte derStadt Köln I, uo. 101.