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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln

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fand ich noch solche der Grafen von Cleve, Hochstaden, Hückes-wagen, Kessel, Luxemburg, Neuenahr und Sponheim, der Herrenvon Arberg, Blankenheim, Heinsberg, Isenburg, Müllenark,Randerath und Rennenberg. Man muß da freilich vorsichtigsein, um nicht Kanonikalhäuser, die den Namen des hocbad-ligen Erbauers dauernd trugen, als Familienansitze auszugeben.

Der Lehensbesitz derer von Blankenbeim, Geldern, Holland,Jülich und Luxemburg ist nachweislich zum Teil durch Auf-lassung von seiten der Bürger entstanden.

Dieser hochadlige Besitz ist aber nicht so umfangreich wieder der Stifter und Klöster. Von den Erzbischöfen hatten dievon Trier und Mainz ihr Absteigequartier, jener bei St. Kunibert,dieser bei Mariengraden. Von den Suffraganen besaß nur derBischof von Lüttich ein solches, keiner der anderen. Essenund Werden vertraten die freiherrlichen Stifter und Klösteraußerhalb Kölns.

Der hohe Adel hat mehrfach eheliche Verbindungen mitKölner Bürgern eingegangen. Es liegt nahe zu vermuten,daß die hohen Herren schon damals kein Bedenken getragenhaben, sich einer reichen Bürgertochter zu vermählen undan solchen fehlte es in Köln schon im 12. Jahrhundert nicht.Doch hat Friedrich Lau, dieser gründlichste Kenner der KölnerGenealogie, nur wenig Fälle gefunden, wo es geschah.*) Unddas ist sehr begreiflich, denn nach dem damaligen Rechteverloren die aus einer solchen Ehe hervorgehenden Kinderihren Stand. Der erste dieser Sittenverächter war Graf Jo-hann von Neuenahr (f 1301), der Bonetta, die Tochter desKölner Bürgermeisters Daniel Jude heiratete. Richtig bekamdas seinen Nachkommen nicht gut, sie führten wenigstenszunächst den Grafentitel nicht mehr, sondern erscheinenmeist unter den Edelherren. 2 ) Der zweite, der des Rechtesspottete, war Heinrich v. Schinnen, der Guderadis, die Tochter

*) Lau, Das Kölner Patriziat bis zum Jahre 1396.Zeitschrift 14, 332 f.

2 ) Kisky, Regesten 4 nr. 632. 1684. 1741 u. 1901.ohne Titel Kisky nr. 187 u. Lac. 3 nr. 278.

Sitzgsb. d. pbilos.-pbilol. n. d. bist. Kl. Jahrg. 1919, 8. Abh.

Westdeutsche

Lac. 3 nr. 508,

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