Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.
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recht und hatte es den Isenburgern zu Lehen gegeben. Estritt dieses Stift also in Vergleich mit dem von Aposteln, dasdie Münze von Soest besaß. 1 ) Das Münzrecht jenes Frauen-stiftes wurde aber nicht in einer kurkölnischen Stadt ausgeübt,nicht einmal im Erzsprengel, sondern im Trierschen und warein Teil des Lehens Marienhausen, mit dem die Isenburgerbelehnt waren. Der betr. Eintrag lautet: „Item dominus Sa-lentinus de Isenburgh tenet pro homagio Marienhuisen et aliabona ad hoc pertinentia videlicet monetam, in qua fieri debetdenarius levis, item bona que habet in Malenkrode et ad eapertinentia et etiam de Medentzeiden, in Mundersbach et silvamque vocatur sent Marien holtz". Das versetzt uns in den Kernder alten Isenburgischen Besitzungen und der Ort Marien-ranspach, um das die genannten Ortschaften liegen, ist auchwohl ein alter Besitz des Marienstiftes. 2 )
Die Geschichte der isenburgischen Münze erhält durchdieses Zeugnis eine neue Aufklärung. 3 ) Es ist hier aber nurfestzustellen, ob das Recht der Münze denn ein so häufigeswar. Eine neue Arbeit, von Dorothea Menadier, beschäftigtsich mit dem Münzwesen der deutschen Reichsäbtissinnendes Mittelalters.*) Es ward doch recht selten eine Münzean ein Frauenstift verliehen. Es findet sich bei den von denKarolingern begründeten Stiftern Zürich, Herford und Nivelles,
J ) Vgl. darüber Chroniken der deutschen Städte. Bd. 24 (Soest)S. XXXI. Die Urkunden Westf. Urk. B. Bd. 7 nr. 36. 37. 185. 598. u. 599.Knipping Eeg. 3 nr. 3957. Die Urkunde von 1204—08 (nr. 36) erklärt,daß seit 60 Jahren niemand anders ein Recht an der Soester Münze habeals das Apostelnstift.
2 ) Die Orte liegen der alten Stammburg des Hauses nahe. DieseGebiete (um Grenzau) gehörten der Nieder-Isenburgischen Linie, die inKöln in den Stiftern oft vertreten war. Da bei ihr der Name Saladinsich forterbt, ist eine genauere Datierung unmöglich.
s ) Vgl. darüber Grote, Münzstudien 7, 174, wo allerdings nur diewetterauische Ausmünzung behandelt wird, und Schröder, „Kölsche"und „Wettereibische". Frankfurter Münzzeitung. 1904.
*) Die Münzen und das Münzwesen der deutschen Reichsäbtissinnenim Mittelalter. (Berliner Dissertation 1915.)
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