töääwä
Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.
27
SS
Das Severinusstift, wohl das mindest vornehme unter allenKölnern, hatte doch auch einen starken Einschlag von derWirksamkeit des hohen Adels.
Das dritte in der Reihe der Kölner Stifter, St. Kunibert,besitzt noch keine eingehende Geschichte, so daß ich mich hierselbst vielfach durchfinden mußte und eine Nachprüfung sicher-lich Ergebnisse haben wird. 1 )
Die Reihe der Pröpste, wie ich sie mir zusammenstellte,gibt den ersten Geschlechtsnamen am Ende des 12. Jahrhunderts,selbst im 13. Jahrhundert kennen wir drei mit ihren Geschlechts-namen nicht. Aber bis ins 14. Jahrhundert gehörten auch hieralle bekannten dem hohen Adel an. Dietrich Graf von Wied,nachzuweisen 1196 — 1212, von 1212 — 42 Erzbischof von Trierbeginnt die Reihe; er hatte auch als Erzbischof noch eine Prä-bende und schuf eine dauernde Verbindung dadurch, daß ereine Pfründe einrichtete, die der Trierer Erzbischof mit einemPriester besetzen mußte, sein Haus aber blieb eine Absteige-stelle für seine Nachfolger. Ihm folgte Bruno von Arenberg(1218—37), auf Heinrich (1238—43) folgte Lothar (1244-9),ein Verwandter des Erzbischofs Konrad, der auch Domkanonikerwar, es ist also vielleicht Lothar von Kobern; Gerlachs (1250/1)Nachfolger war Konrad von Berg (1275—7), der 1306 zumBischöfe von Münster erhoben wurde, wie er schon 1275 bei derKölner Erzbischofswahl Stimmen erhalten hatte, dann Engelbertvon Berg (1287,1293,1295), Friedrich von Virneburg(1303—21),auch Domherr in Köln und Scholaster in Xanten. „Das 13. Jahr-hundert bezeichnet die höchste Blüte des Stiftes." 2 )
Nach dem Tode des Virneburgers wählte zum ersten Male derKonvent einen Kölner zum Propste, den Scholaster Konstantinvom Hörn, der sich aber vom Papste 1329 die Bestätigung erbat. 3 )Von da ab war die Propstei für den hohen Adel verloren.
x ) Eine Skizze der Geschichte gab Kisky, Die Pfarrei und KircheSt. Kunibert in Köln. Festschrift für Anton Ditges (1911) S. 8—46, dortbehandelte Ewald die Kirche und ihre Kunstschätze 46 — 77.
2 ) Kisky a. a. 0. S. 15.
3 ) Sauerland 2 nr. 1767. '
--■f }'-:. -,■ \ i
■ lüg
15 ■ m "
re»Siw?»»f8$
mm