Vorrede.zuweilen eine ganz andere MeynungAlleine wäre es von mir vernünftig ge-handelt, wann ich darum dessen Schrif-überhaupt verwerfen wollte, wanndie Hochachtung, so die gelehrtelt diesem Manne schuldig ist, gänz-ablegen, wann ich fordern wollte,jene Entscheidungen, die ich fürhinlänglich halte, hätte weglassen,doch warten sollen, bis ich und allekommende unsere Meynung eröf-und seine Sätze würden genehmetIst dann wegen des Bösen dasebenfalls nicht beyzubehalten?die Wahrheit dadurch nicht öf-udecket, daß einige sich von der-abgelenket und entfernet haben?natürlicher, als daß Menschen,an Einsichten und Absichten, anund Begriffen, an Witzeſchmacke, an Erkenntniß⸗Ver-und Beurtheilungskraft, anund Willen, an Meynungendenschaften, an Gemüths= undſchaffenheit von einander ſo un-denauch unterschiedene Mey-führen? Hat Horatz (*) un-ungen:Unusrmonum Lib. I. Sect. X.
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