Vorrede.stehet, stören werde? Schmerzet es unsnicht genug, wann wir Bekummerniß,und Verdruß wider unsern Willen aus-stehen müssen? Seynd wir unserer eige-nen Seele feind, oder haben wir nochnöthig, uns durch das Schreiben Neiderzu erwerben? Es zinset dasselbe ja ohne-hin so viel nicht, daß wir uns durch denGewinn darzu können verleiten lassen.Vielmehr ist solches heut zu Tage schierverächtlich, und keinen grossen Leuten ei-gen. Mein was ist dann doch, was unsdarzu anreitzet, was uns beweget?Was andere für Beweggründe ha-ben, will ich nicht untersuchen, sondernsie selbsten reden lassen. Ich für meinenTheil hab keine andere Absichten dabey,als welche vor mir der grosse DänischeFreyherr von Holberg (*) schon gefüh-ret. Ich lese und schreibe nur, damitich fleissig bleibe. Dieses ist mein gan-zer Grund, und ein mehreres kan ichnicht sagen. Jedoch muß ich mich hie-bey etwas näher erklären, damit ichrecht verstanden werde. Es fehlet mirnemlich an Amtsarbeit nicht, und ichhabe ganz keine Gefahr faul und trägezu)( 5(⁴) S. dessen moralische Gedanken 1. Buch 27. Epigr.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten