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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
Seite
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Tom.7.VVitchfol. 48.

Die Zwölfte210disen beyden puncten ohne heuchley werden verglichen haben (wel-ches in ewigkeit nicht geschehen wird / wie ihre schriften außweisen)so wollen wir alßdan mit ihnen weiter handlen: Vnter dessen blei-bleiben wir bey der außlegung der wort Christi/ so wir oben in derandern vrsach angezogen: Vnnd halten dauor/ es wird vns keinaufrichtiges Christum vnd die warheit liebhabendes hertz/ wel-ches obangezogene vrsachen recht erwieget / in einige wege ver-dencken konnen/ daß wir vns eines andern nicht vberreden lassen/Dann gesetzt gleich daß hierunter noch einiger zweifel sein solte,(welchen wir doch in vnsern gewissen vor dem gericht Gottes nichtbefinden) weil wir aber demnach auf vnserer meinung so viel schriftmessige erhebliche gründ vnd motiuen vor vns haben/ dardurchDoct. Lutheri meinung vnd außlegung der wort Christi/ wo nicht(wie wir daruor halten) gar vmbgestossen/ doch zum wenigstenzweifelhaftig vnd vngewiß gemacht wird. So gilt itzo billich alhierdas jenige / was Doctor Luther selbst von der winckelmeß schreibet:weil vngewiß / ob der leib Christi in der winckelmeß sey / sinthemalkein gebot Gottes daruon vorhanden. So sey Christi leib besser zufinden im Himmel/ da er mit seinem fleisch vnd blut sitzet zur rech-ten Gottes / als in der winckelmeß: Dan jenes sey gebotten / sey ge-wiß vnnd feilet nicht: Die winckelmeß aber sey nicht gebotten vndungewiß. Darumb heist es wie Augustinus spricht: Tene cer- tum & relinquè incertum, Spiel du das gewissen vnd laß daßungewiſſe fahren.Diser lehre Augustini folgen wir billich auch vn sagen / daß Chri-stus einen wahren menschlichen leib habe / daß er mit demselben imHimmel sey / vnd daselbst mit gleubigen hertzen gewißlich genossenvnd ergriffen werde / Vnd zu dessen gedechtnus /siegel vnd pfand /daß brot alhier auf erden gegessen werden sol / das ist vns gebotten /ist gewis vnd feilet nicht / daß er aber mit seinem leib alhier auf er-den / vnd darzu wieder die eigenschaft eines wahren leibes im brotverborgen sein / vnd mit dem leiblichen mund/ jedoch nicht leibli-cher weise gegessen werden sol / ist vns nicht gebotten. Dann obwolD. Luther die wort Christi / Nemet / esset das ist mein leib / daraufzeucht /