Vorrede an den Christlichen vnpar-theyischen Leser.②Hristlicher lieber Leser / Obwolin dem schweren streidt so in den Evan-Igelischen Kirchen vber dem Nachtmaldes Herrn erreget worden/ nunmehr soviel auf beiden seiten geschrieben worden/ daß mennig-lich dauor halten muß: wo nicht den sachen zuuiel / den-noch gnug geschehen sey/ vnd ein jeder sich auß denvorhandenen schriften selbst am besten informiren kön-ne/ wie es vmb solchen streidt bewandt/ also daß esweiters schreibens vnnd deducirens gar nicht nötig:Weil aber gleichwol das werck leider gnugsam auß-weiset / daß dennoch weinig leuthe auf den rechtengrundt kommen/ sondern in ihrem einmahl gefastenwahn immer dahin gehen / So erfordert die not-turft/ daß die rechte lehr vnd meinung oft vnd viel-mahls widerholet/ vnd den leuthen vor die augen ge-stellet werde / denen so die warheit erkennen zu trostvnd sterckung / den andern so noch mit jrthumb behaf-tet zur vnterweisung wo sie zubekehren sein/ wo nicht/zur vberzeugung/ daß es ihnen an gnugsamer infor-mation nicht gemangelt / wofern sie sich durch ihrenvorgefasten wahn nur nicht selbst blenden/ vnnd derwarheit widersprechen wollen. Vnd ist hierneben derspruch des alten Lehrers Augustini jederzeit in der kir-chen Gottes bekant vnd approbirt worden/ da er lib.1.
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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