Du Zwölfte194Die Zwölfte Häuptursach.Je Zwölfte Häuptursach / War-umb wir D. Luthern in disem paß nicht folgen kön-nen / ist / Daß wir auß seinen schriften se-hen / wie er sich im handel / die lehre des hei-ligen Abendmals betreffend / sehr wunder-lich geschicket / Also daß in derselben mehr als in einigem anderngrosse menschliche schwachheiten mit vnter gelauffen/ vnd solchesauß nachfolgenden puncten.Dann / Erstlich bekennet er selbst / daß er seine meinung auß derrechten grundsuppe des Pabsthumbs geschöpfet / vnd nicht auß derschrift / sondern von dem Cardinal von Cammerich gelernet / wieoben mit seinen eigenen worten erwiesen.Zum andern / So ist er oftmals von einer meinung auf die ande-re gefallen / auch ihme selbst bißweilen zuwieder gewesen / sonderlichaber hat er an andern orten anders von den sachen geredet vnd ge-schrieben/ als da er mit den Schweitzern zu thun gehabt.Zum dritten / So hat er sich in disem gantzen handel den zornvnd die hitze des streits also einnemen lassen / daß er nicht allein aller-ley seltzame reden gebraucht / sondern auch andere exorbitantienmit vnterlauffen lassen: Wie solches alles auß seinen schriften dar-gethan werden sol / nicht der meinung / das man den wolverdientenman in seiner gruben schumphieren / vnnd seine schande aufdeckenwolle / sondern allein zu dem ende / damit man sehe / daß er ein menselgewesen/ vnd seine discipul nicht vrsach haben in disem paß auf seineauthoritet so sehr zu tringen / wie heutiges tages geschieht. Vandkan vns hierunter niemand verdencken/ dan wir je nichts heimliches herfur bringen / oder jme antichten / sondern nemen seine bucher.so im offenen truck sein vor die hand / die weder er noch seine Nach-fölger bißhero verneinet / oder heimlich halten wollen.Wann wir nun dieselben besehen / so befindet sich erstlich / wie be-melt / daß er seine meinung auß dem Cardinal von Cammerich vndalso
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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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