Häuptursachtem aliquanto pluribus verbis & similitudinibus agendumest, ne contemnant quod vident. Darauß man je sichet / queconsilio die Patres dergleichen reden geführet / nemblich ad extol-lendam & declarandam dignitatem mysterii: Daß man nichtmeine / es weren blosse vnd leere zeichen / sondern wisse / daß war-haftig innerlich verrichtet werde / was eusserlich durch dieselben an-gedeutet wird: Vnnd ist gewiß/ daß man in disem verstande nichtmagnisice gnugsam von dem heiligen Abendmal vnd der gemein-schaft / so wir dardurch mit Christo erlangen / reden könne. Dannes ist wahr vnd gewiß / nur daß wir wissen / wo dise ding warhaftiggeleistet werden / nemblich nicht im munde / sondern im gemüt desgleubigen menschen / der in seinem hertzen alles dermassen fasset vndergreift/ als ob ers eusserlich vor sich hette: Dises ist eigentlich derVätter meinung. Vnnd ist darneben zubedencken / wan vnser ge-gentheil so sehr auf den buchstaben etlicher harten reden / so bißwei-len die Vätter ad extollendam dignitatem mysteriorum (wel-ches in rechtem verstande nicht vnrecht) gebraucht/ dringen wol-len / daß sie dardurch mehr die Päbstische Transsubstantiation alsihre meinung erherten werden: Inmassen dan die Päbstler eben dieselben sprüche der Vätter auch vor sich anziehen: Darauß dannleichtlich abzunemen / daß solche reden nicht also / wie sie primo in-tuitu lauten / müssen aufgenommen werden / sondern nach Sacra-mentlicher art zu reden/ da der name des bezeichneten guts den zei-chen/ vnd hinwiederumb der nahme des zeichens dem bezeichnetenguth zugeleget wird. Vnd dises ist die zehende vrsach / warumb wirDoctor Luthern in disem fal nicht beipflichten können.Die Eilfte Häuptursach.Je Eilfte vrsach ist / Daß gleichwie D. Luthers meinung auß dem finstern Pabst-thumb ertappet / Als hat sie auch alle dieselbenirthumb vn inconvenientia auf sich / die diePäbsti-
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
Seite
191
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten