Die Dritte„deserant, daß ist / wann man etwas auß der schrift beweisen vnd er-örtern wil / so muß man solche sachen vorbringen / die sich auf eineandere meinung nicht ziehen/ noch das jenige/ zu welches bewei-„sung sie wollen gebraucht werden / stecken lassen / das ist / es muß clarsein / vnd leinen andern verstand leiden.Vnnd dises ist die andere vrsach / warumb wir Doct. Luthersmeinung nicht beifallen können: Weil wir nemblich sehen / das diewort Christi einen andern schriftmessigen verstand haben können /der mit keinem grunde vmbgestossen werden mag.Die Dritte Häuptursach.OBer dises ist es vors dritte / nochferner an dem / daß wir sehen / vnnd es in vn-serm hertzen vnd gewissen vberzeuget werden / dasDoct. Luthers meinung nicht allein in Gotteswort keinen grund hat / sondern auch DEM-selben stracks zuwieder leuft / vnd also der analogiæ fideinicht gemeß ist.Dann erstlich / so bezeuget das wort Gottes clärlich / daß derHerr Christus viertzig tage nach seiner auferstehung mit seinem lei-be gehn Himmel gefahren / vnd itzo nicht mehr auf erden sey. IchIoh. 16.verlasse die welt / saget Christus / vnd Ich bin nicht mehr in der welt.Ioha. 15Nos peregre absumus à Christo sagt Paulus/ wir sind abwe-v. 11.2. Cor. 5. fend von Christo / welches der Apostel an die Hebreer noch weiteraußführt / da er sagt / daß er mit dem opfer seines leibes in das Him-v. 6.lische heiligthumb habe eingehen müssen / vnd schleust darauß: dar-umb wan er noch auf erden were / so were er nicht priester / das ist /Hebr. 8.er hette sein hohepriesterlich Ampt nit volkömlich verrichtet odervollendet / sintemal er mit dem verrichteten opfer in das allerheilig-ste noch nit were eingangen. Dises ist das clare vnfehlbare wortGottes / daß Christus mit seinem leibe nicht mehr auf erden sey /welchem auch die alten Kirchenlehrer nachfolgen / als Ambrosius:Non
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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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