Die Achte Häuptursach.es thun / wollen wir anders darzu gelangen. Vnnd dises ist die sie-bende vrsach / warumb wir dißfals mit Doct: Luthern nicht vbereinstimmen können.Die Achte Häuptursach.Je Achte vrsach / Warumb wirDoct: Luthern vnnd seinen Nachfölgern in disemSfal nicht recht geben können / ist. Weil wir befinden / deß sie in erklerung vnd behaubtungsolcher jrer meinig / sich dergestalt verwickeln vnd ver-drehen / daß in in nicht allein fast nicht weiß / was sie sa-gen / oder nicht sagen / sondern fangen auch an / fast allearticul vnsers Christlichen Glaubens/ so viel deren aufdie warheit des leibs Christi gegründet sein/ wieder denclaren buchstaben wünderlich zu deuten vnd auszulegen.Dann erstlich sagen sie vnd sireiten heftig / der wahre leib Christisey wesentlich an dem ort vnd der stelle/ da das gesegnete brot sey/ja auch mit / in vnd vnter dem Brot / ja auch in der hand des Prie-sters/ vnd wan sie lange gestritten haben / so hengen sie endlich mitdaran / jedoch nicht reumblich / nicht nach irdischer leiblicher weise /nicht nach art diser welt / Heben also alle art vnd weise auf dardurchein wahrer leib wesentlich gegenwertig sein kan. Etliche thun auchdarzu / sie meinen keine einschiessung des leibs Christi im brot / kei-ne coëxistentz im brot / keine wesentliche copulation / vnd was der-gleichen verneinen mehr ist / Vnd sagen dennoch / er sey im brot al-hier auf erden / vnd in der hand des Priesters wesentlich gegenwer-dig.Zum andern sagen sie auch / Es werde Christi leib mit dem leib-lichen mund gessen / aber doch nicht auf leibliche weise /oraliter, sednon orali modo, Also wie Christi leib gegenwertig sey corpora-liter, sed non corporali modo, welches alles solche reden sein.derglei-S ij
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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