Häuptursach.der Pabst / in meinung es besser zu machen / die transsubstantiationder Kirchen Gottes mit gewalt aufgedrungen / weil man vermei-net / es wurde dardurch das rechte M der wort Christi behalten.Es hat aber dannoch die Transsubstantiation nicht jederma-eingewolt / vnd haben sich gleichwol auch nicht auf den rechten wegfinden können. Darumb haben etliche in schulen die meinung / soGuitmundus impanationem nennet / wieder herfur gesucht / wiesolches von sich bekennet Guilielm. Occam. der gelebt hat vmbdas jahr Christi 1320. da ihme nicht der schluß der Römischen kir-chen im wege lege / so wolt er lieber die consubstantiation oder(wie er es nennet) die coexistentiam vnd impanationem anne-men. Bekennet aber darneben frei / wann es die meinung haben Nr.solte/ daß gleichwol die wort Christi nicht eigentlich im buchstabenbehalten wurden. Disem hat gefolget Petrus de Alliaco Cardinal zu Cammerich/ der gelebt hat vmd das jahr Christi 1416 der be-kennet auch / wan die Römische kirche nicht ein anders geschlossenhette / so wolte er lieber die consubstantiation als die transsubstantia-fol. 26tion annemen.Tõ. 2 lat.Auß dises Cardinals schriften hat Lutherus seine meinung gefas-Ienens.set / wie er selbst bekennet im buch von der Babylonische gefengnis / so ceAnno 1520 außgangen / da er also schreibet: Vor etlichen zeiten alsich die Schul Theology lernet / hat mir vrsach geben nachzudene-ken der Cardinal von Cammerich in seinem vierten buch der hohen „Eben insinnen aufs schärfste disputirend / daß es viel bewehrlicher sey / vnd diser kirchminder vberflüseiger wunderzeichen erfordere/ so man hielte/ daß e ist auchauf dem Altar wahr brot vnd wahrer wein / vnd nicht allein die ge- die consub-stalt oder accidentien weren / wo nicht die kirche das wiederspiel er-statiationkant hette. Hernacher als ich sahe / was es vor eine kirche were / (a) eingesüh-die dises beschlossen hatte / nemblich die Thonistische / das ist / die ret wordenAristotelische / bin ich behertzter worden. Vnd da ich zuvor in zwei, dauen diefel hienge/ habe ich entlich mein gewissen bestettiget in der ersten rörige alte kirchemeinung / nemblich / daß da sey wahres brot vnd wahrer wein / innichts ge-welchem das wahre fleisch vnd das wahre blut Christi nicht anders wust.noch weniger sey / als sie setzen / daß es vnter ihrer gestalt vnd acci= N Bpręcődentien sey. Vnd dises habe ich darumb gethan / weil ich sahe / daß cepta opider nio.
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
Seite
185
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten