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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
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163Die Neundtemal des gantzen Christi / vnd nicht allein dises fleisches theilhaftigwerden / ob wol die vrsach / dardurch wir einen zutrit zu ihm haben /auch die vermittelung desselben ist sein fleisch / das ist / daß er vnserfleisch an sich hat / vnd sich also mit vns / als seinen brüdern verbunden / wer nun dises mit gantzen hertzen nicht erkennet / nicht gleubet.noch annimbt / vnd ihm darfür dancket / der kan freilich das fleischChristi nicht essen / weil er den Gott / der sich im fleisch geoffenba-ret / nicht anbetet. Wer aber sein gebett zu Christo als dem einigensohn Gottes / der durch ainemung des fleisches vnser bruder wor-den ist / richtet / ihm dafür dancket vnnd preiset / der hat das fleischwarhaftig angebetten / vnd wird dessen gewißlich in seinem hertzenvnd gemüth also theilhaftig/ daß er ein gliedmaß wird desselben lei-bes / vnd dahero aller / durch denselben erworbenen güter vähig.Darf sich derwegen die gleubige seele dises ertichte brutum ful-men nicht abschrecken lassen / sondern kan sich nun desto kühner zuPsalm. 98 Christo erheben / vnd bey sich bedencken / was Augustinus eben andemselben ort darzu saget: Cum illum adoras, ne remaneas cogitatione in carne, & à spiritu non vivificeris. Spiritus enimest, inquit, qui vivificat, caro non prodest quicquam, tunc autem quando hoc Dominus dicit, de carne sua locutus eratDarmit er anzeiget/ das man in der anbettung mit den gedanckennicht bloß in dem fleisch Christi bleiben/ sondern zuförderst bedenc-ken sol / wessen fleisch dises sey / nemblich des sohns Gottes / vnd sichalso nicht allein an das fleisch / sondern auch an seiner Gottheit / soweit sie vns durch das fleisch verwandt worden/ halten. Wan nurdie gleubige seele solches thut / so darf sie vors ander / nicht zweifelndas sie in dem fleisch Christi / die kraft lebendig zu machen / findenvnd ihre wirckung in sich warhaftig spüren werde. Dann es hatsolch fleisch Christi / freilich warhaftige vnd thätliche gemeinschaftmit derselben lebendigmachenden kraft vnd allen andern Göttlicheneigenschaften / aber nicht wie die newen Eutychianer wollen / daßdie eigenschaften realiter vermenget werden/ sondern es ist einepersönliche gemeinschaft / in welcher die Göttliche vnd menschlichenatur / salvis utriusque proprietatibus vnaufloßlich bey einandersein vnd bleiben/ vnd ergreift die gleubige seele im rechten gebrauchdes