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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
Seite
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Häuptursach.In disem argument vnnd grund ist zweyerley in acht zu nemenDann / ob wir wol nach dem spruch lrenæi gerne nachgeben / daßzu einem jeden Sacrament zwey ding gehören / ein irdisches vnd einHimlisches: So folget doch darauß nicht / daß das Himlisch in demirdischen stecken müsse/ sondern darumb gehören die zwey stäck zursubstantz des Sacramentz / weil das eusserliche/ wan es nichts in-nerlichs zu bedeuten hette / kein Sacrament were / noch also genantwerden könte. Gleich wie nichtes ein zeicher kan genant werdenes sey dan daß es auf was zeige: Dann das bezeichnete gehöret alzeit zu der substantz cujuslibet signi, ita ut signum non sit signumnisi respectu rei alienae. Es folget aber darauß nicht / daß das be-zeichnete in den zeichen wesentlich stecken müsse / oder daß das be-zeichnete eben also entpfangen werde / als das zeichenDann sie müssen je selbst gestehen/ daß im Abendmal des Herrndise zwey ding nicht auf einerley art vnd weise genossen werdendan sie je selbst sagen / Ob wol der leib Christi mündlich gessen wer-de / so geschehe es doch nicht auf die weise/ wie man das leiblichebrot isset / sondern vbernatürlicher weise / machen also selbst vnter-scheidene essen / welches wir acceptiren / vnd sagen darauf / daß dieniessung vnd gebrauch der beyden stücke / darauf ein Sacramentbestehet / dem wesen derselben dermassen anhengig sein / daß auchkeines anderer gestalt genossen noch empfangen werden kan / alswie es an ihme selbsten ist. Dann das irdische vnd eusserliche kannicht anders als eusserlich vnd leiblich/ das Himlische vnd bezeich-nete guth aber / anderer gestalt nicht/ dan Geistlich von dem inner-lichen menschen genossen werden. Darumb so wenig einer des leiblichen brots mit dem gemüth wesentlich theilhaftig werden kan / sowenig kan er des Himlischen bezeichneten guts mit dem leiblichenmunde wesentlich geniessen / sondern es gehören zu disen zweyen /darauf ein Sacrament bestehet / auch zweyerley niessunge. 1/ v. undkan keines anderer gestalt / als nach seiner art entpfangen werden.Zum andern ist alhie zumercken / daß vnter disen zwegen dingen /in welchen gesagt wird / daß ein Sacrament bestehe / gleichwol die-ser vnterscheid gehalten werden müsse / daß / eigentlich daruon zu re-den / nur das eusserliche irdische ding / welches auf das Himlischeguth