Häuptursach.aber diß der rechte verstand sey des Euangelions (nemblich / das esIn der Kievon dem Geistlichen essen vnd trincken zuuerstehen sey) geben die chen Po-wort / die der Herr am ende des capittels saget: Der Geist ists der stilgedru-da lebendig machet / das fleisch ist kein nütze / die wort die ich rede / ekt zu Widie sind Geist vnd leben. Mit welchen worten Christus wil / daß das tenb. An-leibliche essen des fleisches kein nätze sey / sondern gleuben / daß dises no 1527.imsoni-fleisch Gottes sohn sey / vmb meinet willen von Himmel kommen /vnd sein blut fur mich vergossen habe / das ist nütze vnd ist das leben; mertheilfol. 111. BItem abermal da er spricht: Wan Gottes wort vnd zeichen nichtda ist / oder erkennet wird / so hilfts nicht / wan Gott gleich selbst da In d' kir-che Postiwere / Gleich wie Christus fur sich selbst saget Johan. ⁊. das fleischsey kein nütze / weil sie nicht auf die wort achten / die er von seinem anno 1540fleische redet: welche wort machen seinen leib zur speise / da er spricht: zu Wittēbgedruckt /Es sey das lebendige brot vom Himmel / rc. Siehe lieber leser / alsoimwinterleget Doct. Luther disen spruch selbst auß / darauß vmb so viel mehtheil ſolzuvernemen / daß seine andere meinung / da er wil / daß der leib Chr.275 B edsti mündlich müsse gegessen werden / vnrecht / vnd der schrift zuwi= aber in dſermon r.der sein müsse.Seine Nachfölger brauchen dise außflucht / Christus rede Joh. der die E.allein wider das natürliche grobe Capernaitische essen seines flei- pistel amsches / das es nichts nütze sey. Ihre meinung aber sey dise nicht / son- sontagseptuagesim.dern sie hielten darfür / das der leib Christi zwar müntlich / aber doc /In imprefnicht fleischlicher / sondern vbernatürlicher weise gegessen werde.VVimb.Aber auch dises ist gar ein vorgebener behelf/ dan es redet Chri-Anno 10stus in gemein wider alles mündliche essen seines fleisches / vnd set-ig.234.zet demselben entgegen seine Himmelfahrt / vnd spricht: Wie wanIhr dan sehen werdet des menschen sohn auffahren dahin/ da er vonwar? v. 62. Als wolt er sagen: Wie wolt ir alß dan mein fleisch mitewerem munde erreichen? Vnnd ob wol O. Luther von einem sub-tilern mündlichen essen redet / als die groben Capernaiten / so kom-met doch seine meinung / mit der Capernaiten meinung in dreyenvornemen püncten vberein/ Vnd solches/Erstlich ratione loci. Dann nach einer meinung / so wol alsnach der andern erfordert wird / daß der leib Christi hier auf erdensein musse / Welches aber Christus / in dem er vns auf seine Him-melfart4 9
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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