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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
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Häuptursach.stande also geschlossen werden: Wann Christus nicht wie anderekinder geboren vnnd beschnitten worden / so ist ihn das gesetz nichtangangen / Ergo hat er es auch vns zu guth nicht erfüllen können /Dann wer das gesetz erfüllen soll / der muß zuvor daran verbundensein / Dahero dann auch kein Engel noch einige andere creatur / obsie sich gleich freywillig dem gesetz vnterwerffen wollen/ dasselbeerfüllen können / weil es nicht ihnen / sondern den menschen gege-ben.Was es aber mit disem allen vor eine gelegenheit habe/ weisetons sonderlich S. Paulus / da er saget: Gott hat seinen sohn ge- Galat. 4sandt / geboren auß einem weibe / vnd vnter das gesetz gethan / aufdaß er die / so vnter dem gesetz waren / erlösete. Mit disen wortenweiset Paulus je klärlich / daß der ewige sohn Gottes eben dar-durch/ daß er von einem weibe geboren worden/ vnter das Gesetzgethan worden. Es ist aber dannoch der gehorsamb / welchen Chri-stus dem gesetz geleistet/ nicht notwendig oder erzwungen gewesen.Dann erstlich/ so hat der ewige sohn Gottes seinem Himlischenvatter sich ultro vnnd gutwillig so weit submittirt/ daß er solchemenschliche / dem gesetz verbundene natur auß freyem willen an sichgenommen. Vnnd ob er wol auch in solcher seiner angenommenenwahren menschlichen natur volkommen/ gerecht vnd heilig gewe-sen / Also / daß es mit ihm recht geheissen / lusto non est lex posita,nicht / daß er das gesetz seines gefallens vbertretten / vnd nicht hal-ten möchte / sondern daß er ohne das volkömblich gerecht / vnd da-hero das gesetz directò auf jhn nicht gangen/ oder von jhm nichtsfordern können / das er nicht zuuor libero motu naturae geleistet /daß er also auch in solcher seiner menschlichen natur von seinemHimlischen vatter weiter nichts/ als das jenige zugewarten/ wasdaß gesetz verheisset/ wan es einen volkommen gerechten findet/nemblich vitam & felicitatem aeternam. So ists doch darbeynicht verblieben/ sondern/ vnd vors ander/ wie es Paulus an ei=Rom. 8.nem andern ort weiter erkleret: Gott hatt seinen sohn gesandt ingleichnis / oder gestalt des sundigen fleisches / das ist / er hat jm nichtallein menschliche natur annemen lassen / in welcher er sonst allemenschen in heiligkeit vnd gerechtigkeit vbertroffen/ vnnd also mitihrem