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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
Seite
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Die Dritteschaft in dem bestehet / daß sie keinen man jemals erkant hat / sondernDé tarnihre jungfrawliche keuschheit / so wol am leibe / als im gemaͤte vnbe-Christifleckt von einem manne behalten. Vnd dises ist / was Tertullianuscap. 23schreibet: Est virgo, quantum à viro, non est virgo quantum àpartu. Das ist: Sie ist eine jungfraw / so viel einen man anlangetaber nicht Jungfraw / so viel die geburt anlanget. Eben dises mei-Lib. deFid. cont. siet auch Augustinus: Marià non incongruè propter partum di-Maniche: citur Mulier, Virgo vero, quod virilem nesciverit conventionem neque pariendo virginitas ejus corrupta sit. Bonavencap. 22.tura itidem fatetur: Virginitatem non in uteri occlusione,sed in viri abstinentiâ consistere, Esse virginem, inquit, & pa-rere, non sunt opposita: Similiter nec virginem esse & con-cipere, sed ista sunt opposita, coijsse & esse virginem.Es haben sich zwar newlicher zeit etliche herfur gethan / welchediese meinung/ daß die jungfraw Maria nicht geboren habe/ wieandere weiber / dardurch bestereken wollen / daß sie mit grossem ge-preng vorgeben / wan es die meinung haben solte / daß Christus wieandere kinder were geboren worden / so were er notwendig vnd ip.so facto vnter dem gesetz gewesen / das da von solcher geburt redet /vnd hette sich also nicht freiwillig dem gesetz vntergeben / sondernhette es auß schuldigkeit gethan/ vnd also vnsere sunde durch seinenvngenugsamen gehorsamb nicht büssen können. Aber dises ist einsehr lahmer behelf / wie grosse wort man auch darvon machet / Danes folget nicht/ Christus ist wegen seiner natürlichen geburt demgesetz ipso jure, als ein mensch auß dem saamen Abrahe von einemweibe warhafftig geboren / warhafftig vnterworffen gewesen / Er-go, ist es kein freiwilliger gehorsamb / & per consequens, kan ervns nicht zu gute gereichen. Dann wan dises gelten solte / so müsteman auch sagen / Christus sey nicht beschnitten worden / wie anderekinder / ratio, dan sonst were er dardurch dem gesetze vnterworffenworden / Dann wer beschnitten wird / der ist vnter dem gesetze / sagtGalat. 5Paulus / Ergo, wurde folgen / daß Christus alles / was er nach derbeschneidung gethan / auß schuldigkeit gethan habe / vnnd were alsonicht meritorium, oder vns zum besten kommen / Dises / sagenwir / folget mit nichten / sondern vielmehr das gegenspiel kan mit be-stande