Häuptursach.das fundament / darauf sie bawet / ist zu starck / vnd die analogia fi-dei, wann sich die vernunft durch dieselbe leiten lest / zu gewiß / daßsie nimmermehr betriegen kan / Vnnd ist niemals keine außlegungeiniges spruchs in der schrift / wann sie auf die analogiam fidei ge-richtet / falsch vnd vnrecht befunden worden.Vnnd diser lehre S. Pauli haben auch gefolget die alten Kir-chenlehrer / welche alzeit gelehret / man müsse in erklerung Göttli-ches worts also mit den sachen vmbgehen / daß das jenige / was fursich helle / deutlich vnd clar ist / durch ein anders / so mehr als einen vide simiverstand leiden kan / nicht aufgehaben vnnd vmbgestossen werde / lem locumDaß man auch wegen eines spruchs / der etwas dunckel / nicht das apud Au-ander alles / so clar ist / verkehren vnd verdrehen / sondern vielmehr gustin: deeinen dunckelen spruch nach mehr andere hellen verstehen solle. O. doctrin.Christianportet, saget Tertullian: secundum plura intelligi pauciora.& ne unus sermo alia multa subvertat, secundum omnia po, contra A-diamant.tius quàm adversus omnia intelligendus erit. Man muß dawenige verstehen nach dem mehren/ vnd damit eine eintzige redenicht viel andere vber einen hauffen werffe / so müß das eine viel-mehr nach vielen / als viel nach einem verstanden werden. DiserRegul folgen wir auch / vnd weil in Gottes wort hel vnd klar viel-faltig zubefinden / das der Herr CHristus einen wahren menschli-chen leib habe/ daß er auch mit demselben in die höhe gehn Himmelgefahren / vnd nicht mehr auf erden sey: So behalten wir dasselbefest / vnnd legen die wort des Abendmals / daruͤber vnter vns derstreit ist / nach demselben auß / darmit dieselbe das andere nicht vmb-stossen noch aufheben / sondern nach demselben verstanden werden /vnd also die schrifft miteinander vberein stimme / darinnen dann dierechte analogia fidei bestehet. Vnd eben dahin weisen vns die al-ten Kirchenlehrer / als Athanasius: Hominum perspicacium In Epist.est, ut praecipit Apostolus lectioni attendere, ut rem cum ju- ad Synoddicio discernant & pro natura rerum, quae ibi scribuntur vo-cabula accipiant sine intellectus confusione. Item Chryso-stomus: Qui metalla fodere aggreditur, artis ignarus auri ve-nas non invenit, sed confunditur & laborem subit inanem:ita qui divinarum scripturarum ordinem non intelligunt,quiG iij
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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