Die zweyteSie bringen auch endlich dises argu nent herfur:Christus saget von dem brot / das er vns mündlich essenheist / daß es sein leib se).Nun essen wir ie das brot mit vnserm munde leiblich.Darauß folget / daß wir auch den leib Christi mit demmunde leiblich essen / & per consequens, so müsse auch der leibChristi vnter dem brot verborgen sein.Antwort: Dises argument / neben deme daß es quatuor oderwolfunf terminos hat / ist so vngereimbt / daß sie es selbst nicht al-so bloß können passieren noch guth sein lassen / sondern hengenstracks daran / wir essen aber den leib Christi mit dem m. inde vber-naturlicher / vnentpfindlicher vnd nicht leiblicher weise.Mit disen worten geben sie selbst zimerstehen / daß mehr als ei-nerley essen im heiligen Abendmal geschieht/ vnnd zwar nemenderselben essen dreyerley. Erstlich ein recht mündlich leiblich essendardurch die eusserlichen zeichen brot vnd wein gessen werden / wieein jeder empfindet: Zum andern / ein sonderbar mändlich essen /darmit der leib Christi mit dem eusserlichen munde gessen wird / abernicht auf leibliche / sondern vbernatürlicher weise: Zum dritten / ein-Geistlich essen des leibs Christi im rechten gebrauch des Abend-mals.Wir aber wissen nicht mehr / als von zweyerley essen / von demeusserlichen leiblichen mündlichen essen des brots vnnd des weins /daruon auch Paulus redet / da er sagt: So oft jhr von disem brotesset / vnd von disem kelch trincket: Vnnd dan von dem Geistlichenessen des leibs Christi / welches Paulus mit disen worten andeutet:so solt jhr des Herrn todt verkündigen. Vnnd sagen / das solchesbeydes im Abendmal des Herrn geschehe / vnd daß das innerlicheGeistliche durch das eusserliche leibliche bezeichnet vnnd versiegeltwerde.Es wird zwar auch in den schriften der alten Kirchenlehrer einesSacramentlichen essens gedacht / welches das dritte sein möchte /Aber auch dasselbe wird nicht darumb also genennet/ daß es einesonderbare weise leiblich zu essen / sey / sondern es geschicht / so viel diezeichen anlanget / eben so wol mit dem reiblichen munde vnd leibli-cher
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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