Die Zweytedas ist Rheinischer wein / da gibt res ipsa bald / daß der weinim vasse sey / vnd darf keines weitern fragens / oder (darmit wir jhrexempel behalten) wan man auf den Herrn Christum weiset vnndsaget / das oder der ist Gott / so hat es zwar die meinung / in disemmenschen ist Gott / der fleisch an sich genommen. Aber warumbdann es ist an andern örten der schrift also explicirt. Hiergegenwan ich sage / Johannes ist Elias / da gibt res ipsa, das Elias nichtin Johanne stecke/ es ist auch eine lautere phantase 9 daß man einengleichnis Elias tichten wolte / sondern die vmbstende gebens/ daßes heisse / Iohannes repræsentirt Eliam, er vertrit seine stelle / Jnsumma / er machet / daß man das an jm hat/ was man an Elia vor-zeits gehabt hat. Also Sara vn Agar sind die zwey Testament: Dagibt mir res ipsa, daß die zwey Testament nicht in der Sara vnd A-gar sind / sondern vns dieselben vorbilden pn bedeuten. Nun hat derHerr Christus das brot genommen vnd gesagt / das es sein leib sey / dawil das gegentheil stracks haben/ es sol so viel heissen/ als/ darinnenist mein leib / dagegen sagen wir / es folget nicht notwendig / daß es soviel heisse / als darinnen ist mein leib / sondern es kan auch heis-fen / das brot ist ein denckmahl / ein zeichen / eine erinnerung meinesleibs / es sol euch zu gedechtnis meines leibes / der fur euch gegebenist / dienen / Vnd an statt desselben also sein / daß jhr euch dessen dar-durch zu erinnern / pü jn im wahren glauben zuergreiffen habt: Wanwir nun also in außlegung diser wort streitig / So ist einmal gewiß.daß vns die wort vor sich nicht scheiden werden / sondern res ipsamuß vns scheiden / oder das offenbarte wort Gottes / darauß wirabnemen können / welcher verstand oder außlegung derselben ge-meeß sey / Ob wol die art zu reden vor sich selbst belangende / einemeinung so wol als die ander zulest: Darumb gleich wie vnser ge-gentheil in dem gantz vnrecht thut / daß es die wort Christi/ DASist mein leib/ stracks darauf zeucht/ als solten sie heissen/ darin-nen ist mein leib / da es doch neque ex re ipsa, noch auß dem wortGottes erwiesen / daß er darinnen sey: Also thun wir recht / daß wiranfenglich nicht schlechter dinge sagen/ es müste also verstandenwerden / wie wir es haben wollen/ sondern handlen jtzo allein da-uon /
Druckschrift
Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
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