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Zwölf vornehme wolgegründte Hauptursachen, warumb die reformirte evangelische Kirchen mit Doct. Luthers und seiner Nachfolger Außlegung der Wort Christi im heyl. Abendmahl, dadurch eine wesentliche doch unreumbliche, unempfindliche Gegenwart des Leibes und Bluts Christi allhie auf Erden in, mit und under dem Brot auch eine mündliche Niessung desselben eingefuhrt wird, nicht eins sein werden : von einer vornehmen Standts Personen auß heyl. göttlicher Schrift, gemeinen Consens und Zeugnissen der Altvätter unlängst getrewlich zusamengetragen ...
Entstehung
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Die zweytehalten / sondern auch vnnd zwar vornemblich in dem gemüth desmenschen / welches der rechte gast in diesem abendmal ist / vnnd dierechte speise / nemblich den leib Christi ergreiffet: Darauß man dansiehet / daß durch vnsere außlegung vnd verstand der wort Christi /der leib Christi nicht auß dem Abendmal genommen / noch auß dem-selben lauter deuteley gemacht wird.An sich selbst bekennen wir sonst gerne / daß die wort (ein zeichen /ein denckmahl / eine bedeutung) wann man sie nicht anders verste-het / als sie schlecht von den menschen gebraucht werden / etwas zuschlecht vnd zu gering sein / daß sie die kraft vnnd wirdigkeit des A-bendmals des HErrn außsprechen / vnnd die wort Christi deutlichgnug erkleren sollen. Man muß aber alhie bedencken/ daß wir nichtvon bedeutungen / zeichen vnnd denckmahlen reden vnd handlen /die von blossen menschen gegeben vnnd eingesetzt sein / sondern dievon Christo eingesetzt / der zu gleich auch wahrer Gott ist / vnd der-wegen wircklich verrichten kan / was er eusserlich andeutet. Esseind Göttliche kreftige zeichen / vnnd vbertreffen derwegen ihrerwirdigkeit vnd gewißheit halben alle andere zeichen vnd denckmal /die von menschen erdacht werden mögen / daher sie auch solchergewißheit halber den nahmen des bezeichneten vnnd angedeutetenguts führen: Zum exempel / wan ein Breutgam seiner Braut einenMahlschatz zum zeichen gibt seines Ehegelübnus / so ist es zwarein zeichen vnnd denckmal dessen / was der Braut zugesagt wor-den / es verlest sich auch die braut darauf / vnd helt es vor jhren be-sten beweiß / Aber es ist solch zeichen vnd denckmahl so kreftig nicht /daß sie des breutgams dardurch theilhafftig werde / es kan ihr hertzvnd gemüth mit dem breutgam dardurch nicht recht vnd ipso factovereiniget werden: Dan ob ihr gleich der Breutgam das denckmahlgegeben / so hat er doch die kraft vnd die wirckung nicht / daß er / sooft seine Braut in seinem abwesen dises denckmahl vor augen hat /sich ihr ergeben könne/ welche macht Christus hat/ der bey solchenseinen denckmahlen vnnd zeichen nicht müssig ist / sondern erleistet im hertzen vnnd gemaͤth des menschen das jenige warhaftig /was er eusserlich vorbildet: Vnd vmb solcher gewißheit willen / hater nach art der schrift den namen des bezeichneten guts den zeichengegeben /