XVII.
Der Personalkredit des ländlichen Rleingrundbesthesin der Provinz Brandenburg.
VonLandwirtschaftslehrer Z. Schneider in Iliedenau.
1. Die Besitz Verhältnisse der ländlichen Kleingrundbesitzeroder bäuerlichen Wirte entsprechen in der Provinz Brandenburg an-nähernd den durchschnittlichen Besitzverhältnissen dieser Bevülkerungsklassein Preußen und Deutschland. Nach den auf statistischen Mitteilungenberuhenden Angaben des Handwörterbuches für Staatswissenschaften vomJahre 1891 Band II entfallen von der Gesamtzahl der ländlichen Haupt-betriebe in hiesiger Provinz aus die bäuerlichen Besitzungen in der Großevon 2 bis 100 na 36,4"/«, während dieselben von der gesamten Wirt-fchaftsfläche der Hauptbetriebe 59,68°/« einnahmen. Es überwiegt somitder Kleingrundbesitz, um so mehr als hierzu noch die große Zahl derkleinen Besitzungen unter 2 Ii«. zu rechnen ist, den Großgrundbesitz innicht unerheblicher Weise. Die Großbetriebe, in denen der Besitzer oderPächter sich hauptsächlich auf die Oberleitung beschränkt, sind zwar inallen Teilen der Provinz vertreten, namentlich aber in den nördlichenund östlichen Kreisen vorherrschend.
Von den bäuerlichen Betrieben gehören zu den kleineren Betriebenin Größe von 2 bis 5 In». 12,8°/« aller ländlichen Hauptbetriebe mit4,91 °/o der Gesamt-Wirtschaftsfläche der Hauptbetriebe, zu den mittleren