XVI.
Der Personalkredit des ländlichen Grundbesitzes imKönigreich Sachsen.
Von
Ökonomierat von Fangsdorff in Dresden.
I. Besitz- und ErwerbsverlMtnissc.
Die Bevölkerung des Königreichs Sachsen ist ungemein dicht.Im Jahre 1890 wurden 320 305 bewohnte Gebäude mit 791482 Haus-haltungen und 3 502 684 Einwohnern gezahlt, sodaß bei 14 993 ^Kindurchschnittlich 234 Einwohner auf 1 hkm kommen Der Grad derDichtigkeit ist zwar sehr verschieden, jedoch bei 2? Verwaltungsbezirken(ungerechnet die drei Großstädte, welche selbständige Verwaltungsbezirkebilden) nur in 4 derselben weniger als 100 auf den ykm, in 14 über100 bis 200, in 4 über 200 bis 300, in 3 über 300 bis 400 und in2 mehr als 400. Die geringste Dichtigkeit hat die AmtshauvtmannschaftDipvoldiswalde mit 81, die grüßte die Amtshauptmannfchaft Glauchaumit 436 Einwohnern auf dem ^Km.
Bei 1021030 tm landwirtfchaftlich benutzten Geländes kommenauf 10 000 Kn, desfelben durchschnittlich 36 574 Einwohner, am wenigstenund meisten in den Amtshauptmannschaften Dippoldiswalde (13 005) undbezw. Zwickau (55 576).
Von der Gesamtbevölkerung lebten 1890 42,14°/« in den Städten,57,86 °/o in den Landgemeinden. Jedoch ist in Sachsen die ländliche