Z42 Lllndwiltschllftslehier I. Schneider.
Betrieben in Grüße von 5 bis 20 da 15,4°/° resp. 19,41°/° und znden großen im Umfang von 20 bis 100 w 8,2 °/o resp. 35,96°/°. Inden beiden ersten Kategorien dieser bäuerlichen Betriebe wird die Be-wirtschaftung beinahe ausschließlich nur von der Familie des Besitzersbewirkt, wahrend in der letztgenannten Kategorie die Besitzer sich Wohlfast durchweg an der körperlichen Arbeit in ihren Betrieben selbst be-teiligen, aber, soweit nicht erwachsene Kinder in genügender Zahl vor-handen sind, auch sonst regelmäßig noch fremde Arbeitskräste hinzuziehen.
Die bäuerlichen Güter bleiben beim Bcsitzwechfel unter Lebendenoder im Erbfall fast regelmäßig geschlossen, und Parzellierungen, die abund zu allerdings wohl überall vorkommen, gehören zu den seltenenAusnahmen. Nur aus einigen Gegenden, wie namentlich aus der Niedcr-lausitz, einzelnen Teilen der Uckermark, dem Warthebruch, der Gegendvon Pritzwalk und Niemegk wird von häufigen in neuerer Zeit vor-gekommenen Parzellierungen berichtet.
Zum bei weitem grüßten Teil befinden sich die bäuerlichen Betriebeund namentlich die größeren derselben in den Händen der Eigentümer,nur in seltenen Fällen werden die bäuerlichen Besitzungen verpachtet;verhältnismäßig findet dies noch am meisten bei den Parzellenbetriebenstatt, die vielfach durch kleine bäuerliche Besitzer oder ländliche Arbeiterund Handwerker von größeren bäuerlichen Besitzungen, zum Teil auchvon größeren anderen Gütern abgepachtet weiden. Der vorerwähntenQuelle zufolge befanden sich zu Anfang diefes Jahrzehnts von denkleineren bäuerlichen Besitzungen (2—5 na) 15,67°/°, von den mittleren(5—20 Iia) 7,61°/° und vou den größeren (20—100 na) nur 3,61°/°in den Handen von Pächtern.
Was die Bewirtschaftung der den bäuerlichen Betrieben zur Ver-fügung stehenden Flächen betrifft, so dienen sie hauptsächlich dem Körner-bau, neben dem allerdings auch der Anbau verschiedener anderer Früchtestattfindet; in Verbindung mit dem Ackerbau wird aber fast ausnahmslosViehhaltung betrieben. Weidebetrieb, sür dessen erfolgreiche Durchführunginfolge des kontinentalen Klimas und der zumeist leichten Bodenartendie natürlichen Bedingungen größtenteils fehlen, erfolgt zumeist nur nochin den von der Natur dafür besonders bevorzugten Gegenden, wie z. B.in den Flußthälern, hauptsächlich der Warthe, Oder, Netze, Spree, Havel,Elbe und des Rhin. Wo sonst noch in Verbindung mit dem Ackerbauinfolge althergebrachter Gewohnheit Weidebetrieb stattfindet, wird erwegen der Unrentabilität mehr und mehr eingeschränkt, um so mehr, alsauch die, zahlreichen Bauerngcmeinden früher zugestandene, Weide-