X.
Der PersomlKredit des ländlichen Kleingrundbesitzes
in Westfalen.
Von
Ökonomierat MinKelmann-Kübbing
und
Generalsekretär Zaspers.
Der Großgrundbesitz im eigentlichen Sinne des Wortes ist in West-falen nicht stark vertreten. Größere Bauerngüter von 100—150 Hektar—-es giebt auch solche von 250 und mehr Hektar — werden hier schonvielsach dem Großgrundbesitz zugerechnet. Am zahlreichsten sind die eigent-lichen Bauern, d. h. solche Landwirte, die einen Bauernhof, eine Erb-stelle besitzen.
Diese Bauernhöfe sind meist zwischen 10 und 100 Hektar groß.
Am günstigsten gestaltet sind die Besitzverhältnisse im westfälischenMünsterlllnde und dem Minden-Ravensberger Bezirk.
In dem Regierungsbezirke Arnsberg überwiegt in der Ebene dermittlere und größere Bauernstand, während in den Gebirgstreisen mehrder kleinere Bauer den Grund und Boden besitzt. In den südlichenKreisen des Regierungsbezirkes, dem Kreise Wittgenstein und Siegen istder Kleingrundbesitz vorherrschend. Nur 'in den Kreisen Paderborn,Hüxter, Warburg und Buren überwiegen die größeren Grundbesitzer, dochfinden sich in diesen Kreisen auch fast ausnahmslos bäuerliche Verhält-