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2 (1896) Mittel- und Norddeutschland
Entstehung
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IX.

Der Personalkredit des ländlichen Meingrundbesitzesin der Nheinprovinz.

VonÖkonomierat Dr. Kavenstein in Könn.

I. Besitz- und Erwerosverhiiltnisse der Rheinprovinz.

Die Rheinprovinz ist oal^Ilaffi sche Lllnd^ des KleinblluerntumZT^,Nach der landwirtschaftlichen Betriebsstatistik von iM^iitfielen 36,19 "/»der Betriebe mit 26,03 °/° der Wirtschaftsfläche auf Kleinbetrieb bis 5 na,Zahlen, die von keiner anderen preußischen Provinz erreicht weiden.Andererseits entfielen auf die großen Güter von über 100 na nur 0,12 °/oder Betriebe mit 2,94 °/o der Wirtschaftsfläche. Zwar haben sich seitdem,wie in jeder hochentwickelten Volkswirtschaft, Tendenzen zur Latifundien-bildung gezeigt insbefondere in den Bezirken der Industrie und desWeinbaues aber diese Bewegung ist noch in den Ansängen begriffen.Vorläufig überwiegt bäuerlicher Besitz und bäuerliche Wirtschaft beiweitem.

Stark entwickelt ist der Pachtbetrieb, namentlich bei den kleinstenund den größten Wirtschaften. Die Mobilisierung des Grund undBodens ist, im Zusammenhang mit seiner Parzellierung, sehr groß; ge-schlossene Erbfolge kommt nur noch in den Weidedistrikten des Nieder-rheins und der Euvener Gegend sowie in den entlegeneren, an West-falen grenzenden Teilen des Bergischen Landes" vor. Infolge der starken ^