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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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zo tuinen unde vorder nit, id en were saj*e, dat de semptelicke erven in gungen und over-geven. Item dit vors, we vors, stet, dat haven die erven bekant unde gewist vor rechtunde op iren eit, den sie den herren unde der mark gedan haven, dat si nit anders gehörten haven von alder zo alder unde willen darbi bliven zo leven unde zo sterven, dat in weresake, dat iemand dat gebrecken könde met ein beter rechte, des se noch nit geseen nochgehoert enhaven."

Dieses Weistum wird von benannten Erben der Speldorfer Mark auf Antrag desGrafen Johann von Limburg, Herrn zu Broich, bestätigt und zwar vor Notar und Zeugenam 26. Februar 1499 vor dem Schloss Broich bei der Kapelle.

Wie vor. Broich Or. Nr. 192. Not. Instr. des Klerikers Wolterus Werr de Boesekem.

No. IV.

Aufzeichnung des Broicher Fronen über die Grenzen des Kirchspiels

Mülheim. (Ende des 16. Jahrhunderts.)

Von dem schorenstein in dem Seytzenhaus up dem Kokk bis auf dat tonsche oderheilhanen reintz, daer plag ein dick eickelbaum zu staen, daran hieng ein gron creutzefix;der boum ist in kurzen jaren afgehauwen. Darvan durch die Kirschenake Straten, darvon opstollen Hertstein, darvon ober die rusche der beck, dar stund ein eichelbaum, ist ietzoafgehauwen, der stahm stehet noch dahe half manhoechden. Darvan bis op den Wurperberg,darauf durch die Lipperheide, durch die Lehtersche schling ader grub, daer rept op, vanduinter keim (?) geit nae Mauers. Dor ist vorlangs ein loch gegraven, dair man siehet instehen einen feurstein ') tuschen dat stift Eßen und herschaft Broich, ist aber nicht gescheit.Darvon bis uf den Schwartzenberg, dairvon bis uf den cronenbaum, darachter ist ein feur-stein im morast. Darvon bis up den Lapenbaum, nun vort dan scheit die bach dat kirspelvon Mülheim und dat stift Eßen bis lang Daemshof in der bach, die alda wider scheit diebeiden stift und dat kerspel Mulheim. Do geit achter Weinkausen her nach dem Steinhausund leuft über den weg, der nach Wegmans hof geit, längs Tevis weigen (?) ter Scheurenbis unden ahn die weischen, daer leuft sie in die Mullenbach die bach uf bis ahn die Beurischmul, darnae den overscheit hin und bis baven den Creutzelberg, dan recht durch dat feldnach dem großen eikelbaum ahn Steins kokamp, da recht längs die hohe birck op Raetgensfeurstein, dahe durch Ratgesbusch achter Goßeshaus im Waßertz, da recht durch dat felddurch den dael, der Gert ahm ende gehoert und recht op die Goßelbach und dan vort denbeeckgang gefolgt bis in die Ruir. Der beeckgang scheit dat stift Werden und dat kirspelvon Mulheim und die bach leuft boven Mullenbach in die Ruir. Darvan die Ruir hinauf inScholtenbusch zum Hove, steiht ein dur eickelbaum da recht over die Ruir ahn die Minterscheseit. Den Vorgang ahn der Sarnsche seit weiß ich nicht.

Nach der Aufzeichnung des Fronen Hartmann Qaßmann (nach 1581).Wie vor. Ms. A 94.

J ) Grenzstein.

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