Hiillinghorst, Kasp. Hrch.Kalthoff, JohannKampmann, Heinr.Kleinefeld, Herrn.Lierhaus, Wilh.Marcks, Hrch. Wilh.Mühlemeier, Joh. Wilh.Müller, Joh.Pierburg, Heinr.Pohtmann, Herrn.Reimer, AndreasRolauf, PeterRosen, Herrn.
Sander, Heinr.Sander, Herrn.Sander, JohannSchäferdick, Herrn.Schauenburg, Joh. Wilh.Schaumann, Wilh.Schildberg, AlbertSchlieper, Wilh.Schmitter, Herrn.Schmitz, Franz Wilh.Schmitz, GerhardSpien, Friedr. Ferd.Spliethoff, August
Spliethoff, GerhardSpringmann, Heinr.Strathmeier, Wilh.Stuckmann, Wilh.Sunk, Wilh.Terbeck, Wilh.Terjung, AugustTrappmann, Heinr.Unterbäumer, Wilh.Vonscheidt, Wilh.Zimmermann, Wilh.
Die Turnverein e.
Die verheißungsvollen Anfänge des deutschen Turnwesens unter dem „Turnvater"Jahn hatten infolge der bekannten politischen Bewegungen gegen Ende des zweitenJahrzehnts des vergangenen Jahrhunderts ein vorzeitiges Ende genommen. Erstim Jahre 1842 hob Friedrich Wilhelm IV. die seit 1820 bestehende Turnsperre auf,indem er gestattete, daß die Leibesübungen als notwendiger Bestandteil dermännlichen Erziehung in den K r eis der Volkserziehungsmittel aufgenommen würden.Bald bildeten sich denn auch in den 40 er Jahren in allen deutschen Gauen aufs neueTurnvereine, in unserer nächsten Nachbarschaft in Duisburg, Ruhrort, Krefeld undanderen Städten; auch in Mülheim entstand 1849 ein Turnverein, vonjlem aberkaum mehr als der Name bekannt ist. Auch löste er sich schon nach 2 Jahrenwieder auf; abermals ward in den Bewegungen um die Mitte des Jahrhunderts derfreiheitliche Geist den Turnern zum Verderben, und wieder wurden die meistenTurnvereine aufgehoben oder doch unter polizeiliche Aufsicht gestellt.
Doch mit der Beruhigung der Gemüter ließ auch die obrigkeitliche Überwachungnach, und schon nach wenigen Jahren konnte man von neuem zur Begründung vonTurnvereinen schreiten. Im Jahre 1856 fanden sich in Mülheim 36 junge Männerzusammen zur Gründung des „Mülheimer Turnvereins". Zweck des Vereinssollte sein die Kräftigung und Veredelung des Körpers und Geistes durch Ausbildungin nützlichen körperlichen Bewegungen, und Aneignung der vornehmsten Eigen-schaften des Turners im Sinne des Wahlspruchs: „Frisch, fromm, fröhlich, frei!"Dazu wollte man wirken für allgemeine Verbreitung turnerischer Übungen. Derjunge Verein blühte rasch auf; am Ende des ersten Jahres zählte er schon57 Mitglieder, auch verfügte er bereits über eine ganze Anzahl von Geräten.
Eine Periode ungestörter Entwicklung für die deutschen Turnvereine, die auchbis heute noch andauert, begann aber erst mit dem Übergang der RegierungPreußens an Wilhelm I. (1858). An Stelle der „sorgsamen Wachsamkeit" kam nunein freier, loyaler Geist in die Staatsverwaltung. Die Turnvereine wurden für immerbefreit von dem schweren Drucke, der in den Reaktionszeiten auf ihnen gelastethatte, und konnten fortab ihre allgemein menschlichen wie vaterländischen Zielefrei verfolgen.
Auch für den Mülheimer Turnverein folgte jetzt eine Zeit der schönsten Blüte.Mit den Vereinen der Nachbarstädte unterhielt er einen lebhaften, freundschaftlichenVerkehr, der in Schauturnen, gemeinsamen Turnfahrten und anderem mehr seinenAusdruck fand. Am 17. und 18. Juni 1860 wurde hier in Mülheim unter zahlreicher
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