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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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809
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Nachträge zum ersten Bande. 809

der Lehrer Heirics. In der Homil. domin. XVIII post pentecosten domini Aimonisaus-Berol. theol. lat. fol. 595 (Phillipp. 12270) finden sich nach Val. Rose, Verz. d.Hss. d. Kgl. Bibl. zu Berlin 2, 3, 1382 mehrere Verse, es sind Juven. 14, 139. Caton.Dist. 4,1,1 f. 4, 2, 1 f. 4, 3,1 f. 4, 4,1 f. 4, 5,1 f. u. p. 1335 Caton. Dist. 1, 6,1. 3, 24.1 f.

S. 517. Ueber das Werk zur Messe vgl. Franz, Die Messe im deutschen Mittelalter S. 404 ff.

S. 519 (Kommentar zu Boet. cons. philos.). Im Trevir. 1093 s. XI steht zu p. 85, 98 (Peiper)auf f. 146 a am Rand secundum commentum Remigii explanalio graeci versus deest,quid penitus corruptus est. Der Abschreiber bezeugt also hierdurch, daß der Kom-mentar von Remigius stammt. Derselbe Kommentar steht im Maihing. I 2 lat. 4 N. 3s. XXI f. 60» H2b und im Monac. 19452 s. XI (aus Tegernsee). Die Gleichheitdieser Hss. erwies an den Glossen zu I, 1 Carm. 1 H. Naumann, Notkers Boethius(Straßburg 1913) S. 2 ff., und zwar gehen Maihing. u. Monach. auf die gleiche Ab-schrift des Kommentars zurück; Trevir. u. Monach. haben ihre Glossen interlinearund marginal, Maihing, als fortlaufenden Kommentar geschrieben. Der Trevir. kommtdem Original am nächsten und ist die beste Ueberlieferung. Bern. 179 f. la63 bs. XI gibt einen Auszug aus dem Kommentar, ebenso Vindob. 242 s. XII, wo abermit III carm. 9 ein andrer Kommentar einsetzt. Außer diesem Remigiuskommentarexistiert noch ein zweiter (X), der sich aber nur in Kompilation mit Remigius er-hielt. Eine solche ist im Maihing. I 2 lat. 4 N. 3 s. XI f. 4a57^ (Text und Kom-mentar) ; hier steht auf dem dritten Vorsetzblatt Rune ego Froumundus librum eeceColoniae scripsi Atque hue devexi, tibi, sanete Quirine, decrevi, also diese Kompilationhat Froumund gemacht. Zwei andre Vertreter dieser Gruppe sind Sangall. 845 s. Xund Binsidl, 302 s. XXL Weitere Kompilationen dieses zweiten Kommentars mitRemigius stehen im Sangall. 844 s. IXX, Monac. 18765 s. X, Einsidl. 322 s. XXIund 149 s. X XI, Bonn. 175 s. X XI. Aus den Abweichungen dieser Glossen vonRemigius hat Naumann S. 18 das Eigentum des zweiten Kommentar für I Carm. 1etwa festgestellt. Danach ist dieser Kommentar gehaltreicher als Remigius, undSangall. 845 scheint ihn nahezu vollständig wiederzugeben. Doch sind alle dieseKompilationen unabhängig voneinander gemacht, und es scheint s. X u. XI üblich ge-wesen zu sein, die Consolatio nach Remigius und X zu kommentieren. Der Verfasservon X ist kaum in Prankreich zu suchen, Johannes Scottus war es wenigstens nicht.Auch Notkers Kommentar in seiner Uebersetzung beruht auf einer solchen Kom-pilation. Doch hat Notker nicht aus Froumund geschöpft, da dieser um 987 seineKompilation verfaßte und Notker wohl eher schrieb; außerdem nimmt Notker vielaus Remigius und Froumund nur wenig.

S. 519 (Interpretationes nom. hebr.). Diese Schrift ist nach Berger (Quam notitiam linguaehebraicae habuerint Christiani medii aevi temporibus in Gallia, Nancy 1893) wohlidentisch mit den Interpretationes nominum sacrae scripturae Parisienses, die sehrwahrscheinlich in den Kreisen der Pariser Universität zusammengestellt sind undfast regelmäßig eine Zugabe der späteren mittelalterlichen Bibelhss. bilden; vgl.Berl. phil. Wochenschr. 1897, 14 f.Vgl. außerdem O. Bardenhewer, BiblischeStudien 1, 83 ff.

S. 523 (Malsachanus). Vielleicht verbirgt sich das Werk hinter der sonst unverständlichenAufschrift in Glastonbury 1247 (loh. Glaston. ed. Hearne 2, 443) Sancate grammaticacum barbarismo. Diese Bibliothek war auch sonst reich an seltenen Grammatikern.

S. 525. Zu Dunchad vgl. M. Esposito, The knowledge of Greek in Ireland during the middleages in Studies 1, 682 (1912). Der Kommentar ist nach der Ueberlieferung im Paris. 12960f. 2530 (Buch 2.4.5) fast vollständig gedruckt von Manitius im Didaskaleion1,139156. Der Kommentar steht außerdem im Paris. 8786 s. X u. 14754 s. XII(ohne Namen des Verfassers).

S. 529. Bovos Kommentar auch gedruckt bei Migne 64,1239. Vgl. J. A. Endres, Philos.Jahrbuch 25,364367.

S. 529 (Leo). Einen orientierenden Ueberblick zur Geschichte der Alexandertradition unddes Alexanderromans gab Fr. Pfister, Wochenschr. f. klass. Phil. 1911 N. 42. Der-selbe veranstaltete eine neue Ausgabe Leos: Der Alexanderroman des ArchipresbytersLeo, hrsg. von Fr. Pfister, Heidelberg 1913. Hier stellt er in der Einleitung S. 7fest, daß Leos Gesandtschaftsreise zwischen 944 u. 959 fiel, und S. 8. daß die Ueber-setzung zwischen 951 und 969 gemacht wurde; als mutmaßlicher Titel der Schriftwird Liber de nativitate vita et morte omnium gestorum Alexandri festgestellt (S. 9).Auf der Fassung im Bamberg. E III 14 beruhen Monac. 23489 s. XIIXIII, Paris,nouv. acq. 310 s. XII und Ekkehard von Auras Excerptum de vita Alexandri Magni.Die Rezension I 1 stammt aus s. XI, I 2 spätestens aus s. XII, P ist vor 1236 ent-standen, da sie um diese Zeit von Quilichinus in Distichen umgesetzt wurde. DieSchrift Leos gehört nach Pfister S. 19 ff. den älteren Rezensionen des Alexander-romans an und zwar steht sie der syrischen nahe, besitzt aber eine Menge Ab-