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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
Entstehung
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807
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Nachträge zum ersten Bande. 807

E.K.Rand). Zu Cicero s.VII X vgl. E. Norden, Antike Kunstprosa S. 708 n. 1.üeber Hadoards Exzerpte und ihre Bedeutung für die Textkritik handelt (mit falscherDatierung) Moll weide, Wiener Studien 3337.

S. 482. Zu Johannes Scottus und Cicero vgl. Traubes Quellen u. Untersuchungen 1, 2 S. 6.

S. 483. Vor Lupus ist einzuschalten: Ursus von Benevent. Ursus, Nachfolger des Guttus,wurde um 833 Bischof in Benevent. Er stand in Briefwechsel mit Hildemar von Civate,der an ihn eine Schrift De ratione bene legendi richtete, um die Ursus ihn gebetenhatte, vgl. das Vorwort bei Migne 106, 395. Von Ursus findet sich nun im Casanat.1086 s. IX eine Adbreviatio artis grammatice ex diversis doctoribus (f.l53»). DieseBezeichnung ist insofern nicht genau, als CJrsus fast nur Auszüge aus Priscian gibt,wie C. Morelli nachwies; es kommen nur einzelne Ergänzungen aus Donat undseinem Erklärer Pompejus hinzu, sowie Stücke aus Consentius und Isidor und ausdem in karolingischer Zeit so verbreiteten Virgilius Maro; vgl. Morelli a.a.O. p. 302.306. Die Benutzung Priscians erstreckt sich bis zum Ende von Lib. 16 und gehtauf einen Verwandten der besten Hss.klasse (R B) zurück. Auch gibt er zuweileneigne etymologische Versuche und läßt eine gewisse Kenntnis des Griechischen durch-blicken. Die Beispiele für die Regeln schreibt er meist aus seinen Quellen ab, nurwenig setzt er aus eigner Kenntnis hinzu wie aus Sulpicius Severus und Seduliusund aus der Bibel. Zu Ursus vgl. Ughelli, Italia sacra* 8, 4044 und C. Morellia. a. O. S. 288 f. Kollation und Ausgabe einiger Stücke von C. Morelli, Rendicontidella Reale Accademia dei Lincei 19, 287312. Zu Aldric. Diesem Abte legtM. Buchner (Stud. u. Mitt. z. Gesch. d. Benediktinerordens N. P. 4 (1914) S. 20115den Brief MG. Formulae 5, 509 f. (ed.Zeumer) bei; er ist an die Mönche von Ferneres829 geschrieben.

S. 485. Die Vita Maximini fand sich 1186 in Mainz (St. Jakob), vgl. Beihefte z. Zentralb],f. Biblwesen 43, 26.

S. 487 (Gellius). Einhart besaß ein Exemplar des Gellius, vgl. die Briefe des Lupus 1 u. 5;aus diesem flössen Abschriften nach Frankreich, und eine derselben ist vielleichtdurch Aldricus nach Sens gekommen. Uebrigens stehen Exzerpte (14, 5 u. 14, 3, 7)am Schluß des Bruxell. 10729 s. XII f. 223.

S. 489. Zur Textkritik desValerius Maximus vgl.W. M. Lindsay, Observat. philol. 4,113 ff.(nach Mitteilung von E. K. Rand). Vgl. auch Bibl. de l'ec. des chartes 16,499 f.Vinzenz von Beauvais benutzt eine vollständige Hs. des Valerius, benutzt aber da-neben auch die Exzerpte von Lupus-Heiric. Das Inhaltsverzeichnis vor Valerius istmittelalterlichen Ursprungs, denn es fehlen darin die Bezeichnungen der Kapitel, diedurch Blattausfall verloren gegangen waren; es wurde hinzugesetzt, als man sichmit Valeriuskritik zu beschäftigen anfing.

S. 490. Der Traktat des Lupus über die Versmaße bei Boethius steht mit Aufschrift imAmplon. F 35 s. XIV f. 113 b (vgl. den Katalog des Amplonius bei W. Schum, DieAmplonian. Hss. S. 820, 6) und ohne Aufschrift im Paris. 6401 s. XI und Vindob. 271s. X f. 78. Mit Lupus ist Petrus von St. Mesmin zu vergleichen, auf den oder aufdessen Veranlassung die Kollation der Chronik des Hieronymus zurückgeht, die indas uralte Exemplar von Fleury (erhalten 22 Blätter in Paris, Leiden und Rom) ein-getragen wurde, das nach L. Traube (Die Chronik des Hieronymus, Leiden 1902)ins 5. Jahrhundert gehört; dort auch Zusammenstellung der aus St. Mesmin stam-menden Hss.; die alten Miciacenses in Paris bei Delisle, Le cab. des mscr. 2, 408. woauch über ein besonderes Kennzeichen dieser Hss., nämlich die Aufschrift ganzer SeitenÜber sancti Maximim Miciacensis tnonasterii (ähnlich wie im Paris. 7193 aus Fleury).

S. 490 (Erchanbert). Prof. S. Lurz zweifelt nach brieflicher Mitteilung an der Identität desMagisters mit dem Bischof Erchanbert, und diese dürfte allerdings unter Hinzunahmedes MG. SS. 5, 338 abgedruckten Briefes nicht mit unserm Material zu erweisen sein.

S. 499. Zur Dialektik Ermenrichs vgl. J. A. Endres, Forsch, z. Gesch. d. frühmittelalterl. Philo-sophie S. 19 f.

S. 501 (Suetonexzerpte). Heiric verdankte seine Suetonhs. dem Lupus und Lupus hatte dieseinige aus Fulda kommen lassen. Dorthin leitet also die Ueberlieferung Suetons,denn diesem Kloster verdankt auch Einhart sein Exemplar. Heirics Exzerpte be-ginnen Ex libris Suetonii Tranquilli de vita Cesarum. Iulius Cesar questor adlmcgades hispaniarum cum venisset. Dieselben Auszüge enthält Lips. civ. I. 4. 48 s. XIV(vgl. Mo ebius, Philol. 1,636), aber nicht vollständig. Ein zweites Florileg aus Suetongibt Paris. Nostrad. 188 s. XIII, dessen Verfasser eine in zwölf Bücher eingeteilte Hs.verwandte. Heirics Exzerpte sind übrigens später von Johannes Saresberiensis be-nutzt worden, während Vinzenz von Beauvais die Hälfte der andern Exzerptsamm-lung im Speculum hist.VI X verwendet hat; beiden galten übrigens die betreffendenExzerpte als der ganze Sueton. Vgl. Roths Ausgabe p. XXXIV n. 24.

S.501. Das Gastmahl des Cicero bespricht anders als Traube auf Grund der Hs. von