Nachträge zum ersten Bande. 803
Bamberg s. XII (Becker 80, 161). Fulda s. XII (Becker 128, 25. 26). Cluni s. XII(Delisle, Le cab. des mscr.2, 480 N. 556). Ripoll s. XII (Wiener SB. 128, XII, 48 f.N. 84 u. 129, wo sogar ein Plutarc/us erscheint). Pendzig, Neue Jahrbb. f. d. klass.Alt. 1918.
S. 326. Durch den Vergleich von Stellen aus Hildvins Vita Dionysii. aus Hincmars De prae-destinatione und aus Johannes Scottus' Dionysiusübersetzung erweist P.Lehmann (Rev.Bened. 1923 S. 81—90), daß es eine solche Uebersetzung schon vor der des Johannesgab; sie liegt 835 vor und ist vermutlich nach 825 entstanden.
S. 327 (Maximus). Ueber Maximus Confessor und Scotus Erigena vgl. J. Dräseke, Theo-logische Studien und Kritiken 1910 S. 530 ff.; 1911 S. 20 ff. u. 204 ff.
S. 328 (De divis. naturae). Die eignen Glossen des Johannes in Hss. von Reims, Laon, Paris' , und Bamberg gibt in photographischer Nachbildung E. K. Rand, Abh. d. Bayer. Akad.d.Wiss. Bd. 25. Doch hat Rand in Publicat. in classical philol. (Univ. of California)V N. 8 (1920) schwere Bedenken gegen die Autographa des Johannes erhoben.
S. 330 Z. 2. Johannes führt in De praedestinatione (Migne 122, 415C) Cicero pro Ligario an.
S. 331 (Briefe Nicolaus' I.). Vgl. die Voruntersuchung zur Ausgabe der Briefe von E. Per eis,Neues Archiv 39, 43—153; die Ausgabe in MG. Ep. 6, IL 1.
S. 331. Wichtige Aufschlüsse zu Joh. Scottus gibt P. Lehmann, Hermes 52, 113 ff. DieDisputatio Iohannis cum Theodoro Graeco ist die Clavis physicae des Honorius Augusto-dunensis (s. Grabmann, Gesch. d. scholast. Methode 2, 136 und J. A. Endres,Honorius S. 64 ff. 140 ff.). Hss. Cues 202 s. XV, Lips. civ. rep. I 4.75 s. XIII, Paris. 6734s. XII. — S. 115 ff. (zu De egressu et regressu animae ad deum, De visione dei und zurUebersetzung der Ambigua des Maximus). C. Greith gab Spicileg.Vaticanum S.81 f.(Frauenfeld 1838) ein Stück aus einem römischen Kodex, das nach seiner Meinungaus dem Liber de egressu stammte und G. Floss fügte dem hinzu, daß Mabilloneine Hs. dieses Buches gesehen habe (Mabillon, Acta SS. 4, II, XLV). Seither nahmman an, daß De visione dei mit dem Liber de egressu identisch sei. Doch ist diesStück, das G. Floss (Migne 122, 1023) wieder abdruckte, nicht ein Bruchstück einersonst unbekannten Schrift des Johannes, sondern ein Stück seiner Uebersetzung derAmbigua des Maximus, vgl. Lehmanns Zusammenstellung S. 116—118. Von dieserUebersetzung ist nur ein kleiner Teil gedruckt. Der Text ist sehr unvollständigherausgegeben von Th. Gale im Anhang zu De divisione naturae nach einer ihmdurch Mabillon bekannt gewordenen Hs., wiederholt von Floss bei Migne 122,1193—1222. Traube kannte zwei Hss., Paris. Mazar. 561 s. IX (aus Gorze) und Paris.Arsenal 237 (aus St. Martin des Champs); weitere: Paris, nation. 2203 s. XIV undVatic. reg. 569 s. X f. 9 (nur ein Blatt). Mabillons Hs. stammte aus Reims. — Leh-mann zeigt ferner, daß der bei Becker N.21 abgedruckte Katalog nicht mit einerBiblia Wulfadi beginnt, sondern daß dort zu lesen ist Bibli Wvlfdäi, also daß er dieBücher Wulfhads, des Freundes von Johannes Scottus enthält; daher finden sichhier Libri perifiseon II und Scoliarum Maximi. — Die Vita Boecii III des Johannesdruckt Oxon. Corp. Christi Coli. 74 s. XI mit anderen Leben des Boethius ab M. Es-posito, Hermathena 17, 110—113 (1913). P. Lehmann weist ferner nach, daßdie von M. Esposito (Proceedings of the Royal Irish acad. Sect. C 28, 75) beregtenWorte aus Sangall. 274 s. IX aus De divis. naturae stammen (Berliner philol.Wochenschr. 41, 670). Die Uebersetzung des Priscianus Lydus ist stark benutzt vonVincentius Bellovacensis (Spec. doctr. 15, 9. 175. Spec. nat. 16, 4. 20, 10 f. 23, 68.26, 8. 10. 32). Ein Fragment aus Johannes, das sich auf das Leben Vergils bezieht,steht nach J. Brummer (Philol. 72, 288 f.) im Gud. lat. 70 s. IX (also wohl fastgleichzeitig). A. Schneider, Die Erkenntnislehre des Joh. Eriugena.
S. 331 (Piisciankommentar). Im Monac. 561 s. XIII steht Priscianus minor cum expositioneIohannis; das ist wahrscheinlich die Arbeit des Johannes zu Priscian.
S. 334 (Johanneskommentar). Steht auch im Vindob. 679 und im Paris. 2950 s. XII f. 179.Die Hs. zur Homilie ist Alencon N. 149. Die Homilie steht anonym auch im Paris. 2950,s. Haureau, Not. et Extr. 38, 15 ff. und verbirgt sich im Trecens. 890 s. XII unterdem Namen des Origenes, vgl. E. Bratke, Ztschr. f. Kirchengeschichte 21, 445 ff.,wo die Abweichungen von Ravaissons Ausgabe mitgeteilt werden; diese steht inRapports sur les bibl. des depart. de l'Ouest. Berichtigungen für Ravaissons Textgab Haureau, Not. et Extr. 38,1, 412 f.
S. 335 (Dunchad). Sein Martiankommentar steht zum Teil (p. 44, 17—153, 23 Eyss. mitAuslassung des 3. Buches) im Paris. 12960 s. IX—X f. 25—30, vgl. Manitius, NeuesArchiv 36, 57 f.; zum größten Teil hrsg. von Manitius im Didaskaleion 1, 139—156.Vgl. auch M. Esposito, Ztschr. f. celt. Philol. 7, 499 (1910); 9/160-162 (1913) undStudies 1, 682 (1912).
S. 337 (Johannes'Martiankommentar). Vgl. Manitius, Neues Archiv 36, 57—60. Abdruck
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