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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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802 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

S. 290 n. 3. Gegen die Benutzung des Claudius ist J. B.Hablitzel, Histor. Jahrbuch 37,74ff.,doch hat er daselbst 38, 538552 Schönbach recht gegeben, vgl. die Benutzungvon Claudius S. 549 f., allerdings hat Hraban nicht gerade seine Vorlage abgeschrieben.Zum Jeremiaskommentar vgl. Hablitzel, Stud. u. Mitt. z. Gesch. d. Benediktinerordens40,243 fT. A.Wilmart, Rev. B<§ned. 32,47 ff.S. 293. Homilien Hrabans hatte man in Mainz zu St. Jakob 1186 (Beihefte z. Zbl. f. Bibl-

wes. 43, 26).S. 295 Z. 3 lies Scherer statt Schneller.S. 296 (De instit. clericorum). Vgl. Wiegand, Die Stellung des apostol. Symbols S. 283 ff.

u. 348 ff., und Franz, Die Messe im deutschen Mittelalter S. 399 ff.S. 299 (De magicis artibus). G.L. Hamilton (Cornell Univ., Ithaca) bemerkt in einem Briefe(23. 6. 1914), daß Hraban hier (Migne 110, 1101 C bis 1107 B) auch Augustin undzwar De divinat. daemonum 3--10 (Corp. SS. eccl» 41, 603618) und zwar mit derZusatzvariante zu p. 610, 14 abgeschrieben hat.S. 301 (Glossen). Zu den hrabanisch-keronischen Glossen vgl. Stalzer in SzQw/.iaz£Xs, Grazer

Festgabe zur 50. Philologenversammlung.S. 302 ff. (Walahfrids Leben). Vgl. A. Jundt, Walahfrid Strabon. L'homme et le theologien,Cahors 1907. P. Eigl, Walahfrid Strabo in Stud. u. Mitteilungen aus dem kirchen-geschichtl. Seminar d. theol. Fakultät, Wien 1908.S. 302 ff. Zu Walahfrids Gedichten vgl. E. Madeja, Stud. u. Mitt. z. Gesch. d. Benediktiner-ordens 40,251 ff.S. 305 n. 1 (Glossa ordinaria). Vgl. S. Berger, Histoire de la Vulgate S. 132136.S. 306 (Hermannus Contractus). Seine Worte sind Heito abbas Angiae et episcopus Basileaecum Hugone et Haione comitibus Constantinopolim missus odoporicum suum scripsit.S. 312 (Libellus de exordiis etc). Vgl. Franz, Die Messe im deutschen Mittelalter S. 399 ff.S. 317 (Collect, in Matheum). Das Werk befand sich s. XI in St. Symphorian zu Metz, vgl.Catal. gen. des mscr. Depart. (4°) 5, 97 Sedulius Scottus in Matheum. Ueber die Quellendes Pauluskollektaneums vgl. A. Souter, Journal of Theological Studies 18, 184228.Hs. Hamburg theol. 1046 s. XII1/XIV (aus Trier). Die Expositio in X canones Eusebiigedruckt bei Migne, Patr. lat. 103, 271290. 331352, besprochen und zum Teil hrsg.von M. Esposito, Proceedings of the Roy. Irish Academy 28 Sect. C N. 3 p. 63 ff. 83 ff.S. 318. Die von Ussher und Thurot erwähnte Hs. des Eutycheskommentars ist Paris. 7830-S. 319. Ein Fragment des Prisciankommentars steht vielleicht im Reichenauer Fragment 124,das aus Aug. L1X abgelöst ist, vgl. A. Holder, Die Reichenauer Handschriften 2, 576.P. Lehmann hält die Zuweisung für unbegründet. Derselbe bereitet eine Ausgabedieser Priscianerklärungen vor.S. 319 (Donatkommentar). Mario Esposito teilt mit (18. 11. 1913), daß er im BritischenMuseum eine Hs. (80 Bll. s. XIII) entdeckt habe, die des Sedulius Kommentar zurArs minor und maior enthält. Hs. auch in London Arundel 43 s. XIII. P. Lehmann,Die Parodie im MA. (1922) S. 30 f. 229.S. 319 n. 1. Die Hs. des Prisciankommentars ist Voss. fol. 67, die Dubthachhandschrift Leid.

bibl. publ. 67.S. 320 Z. 23. Vgl. H. Tiralla, Das augustin. Idealbild d. christl. Obrigkeit als Quelle der

Fürstenspiegel d. Sedulius Scottus und Hincmars v. Reims, Anklam 1916.S. 320 ff. Ueber Reste einer Hs. desKollektaneums in Paris vgl. E. Hohl, Rhein. Mus. 69, 580 ff.S. 323 f. (Johannes Scottus). Vgl. M. Grabmann, Gesch. d. scholastischen Methode 1, 202 ff.

und Cl. Baeumker, Geschichte der Scholastik inKultur der Gegenwart" 1, 5.S. 324 (Griechisch). Außer den Iren und Süditalienern haben nach E. Dum ml er (Berliner SB.1890 S. 940 und Mitteil. d. antiquar. Gesellsch. v. Zürich 12,6) nur Walahfrid, Heiric undChristian von Stavelot im 9. Jahrhundert Griechisch gekonnt. Ich stelle hier einiges ausder hs. Ueberlieferung zusammen, was auf Kenntnis des Griechischen schließen läßt.In St. Riquier hatte man 831 (Becker 11, 204) Über logon id est sermonum Oraecorumvel Latinorum. Im Paris. 11505 s. IX vgl. f. 205 die Unterschrift des Schreibers ingriechischer Unziale Obsecro te lector ne laborem manuum mearum displcias, sedquaeso deprecor mellifluam caritatem tuam ut pro ine domini mlsericordiam exores.Ego idem fero laborem, alius tulit honorem (vgl. hierzu Anthol. lat. 257, 1). DerBern. 83 s. X enthält f. 103^ ein Fragment eines griechisch-lateinischen Lexikons mittüchtigen Kenntnissen des Griechischen, hrsg. von Hagen, Anecdota Helvetica p. C ff.;hier wird C, 23 Amartigenea (Prudentius) erklärt und CI, 13 azymos übersetzt; dieübrigen Stücke können einer polemisch-apologetischen Schrift entnommen sein. DerMonac. 6411 s. X bietet f. 42 ein Fragment einer griechischen Grammatik. In St. Em-meram hatte man s. X (Becker 42, 400) eine Glosa greca, in Peterborough s. X(Dugdale, Monast. Anglicanum 1, 382) eine Schrift De literis Graecorum. Aber auchandre Hss. nach Aufschriften aus späterer Zeit können gut noch ins 9. Jahrhundertzurückgehen, wie Corbie s.XII (Becker 79, 240j und 1200 (Becker 136, 247. 248. 250).