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2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
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801
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Nachträge zum ersten Bande. 801

litteia et syllaba et accentu et posituris diversorum auctorum und zwar aus den ge-nannten Quellen und aus Flavianus, Victorinus, Varro, Paperinus, Agroecius, VirgiliusMaio und Hieronymus.

S. 273 fF. Zu Alchvines Leben und Werken vgl. jetzt Moncelle, Dictionn. d'histoire et degeographie ecclesiastique fasc. 7 (1912) col. 30 ff.

S. 283 (Rethorica). Das von Endlicher S. 13 im Vindob. 116 s. X f. 15 (aus Salzburg)als Incerti sciagraphia Rhetoricae bezeichnete Stück 'TuUius erexit Romane insignialingue cum periculo capitis non dubitavit occidere' stammt aus Alchvines Dialogde rethorica.

S. 284 (Altercatio Hadriani et Epicteti). Hierzu ist zu vgl. A. Hilka, Das Leben u. d. Sen-tenzen des Philosophen Secundus des Schweigsamen etc. Abdruck a. d. 88. Jahres-bericht d. Schles. Gesellsch. f. vaterl. Kultur. IV. Abt. S. 523; Fr. Pf ister, Wochen-schr. f. klass. Phil. 1911, 539548. W. Suchier, L'enfant sage (Dresden 1910) S.5 ff.66 ff. 265 ff. Danach besteht die Altercatio ursprünglich aus zwei völlig getrenntenTeilen, deren erster dort endet, wo Wilhelm von St. Denis, der Uebersetzer des Se-cundus (um 1180), aufhört. Der erste Teil der Altercatio (aber ohne die Secundus-sentenzen) stammt aus Alchvine. doch nicht unmittelbar, sondern durch eine Ableitung.Der zweite Teil der Altercatio ist von Alchvine benutzt, vgl. Pfister Sp. 541 ff.Ueber den lateinischen Secundus vgl. A. Hilka. Historisches Jahrbuch 31, 904 f.

S. 285 (Mathematisch-Astronomisches). Hier war als mit Alchvine gleichzeitiger Lehrer derMathematik Harduin von St. Wandrille zu nennen, von dem (unter Abt Gervold787 806) die Gesta abb. Fontanellensium 15 (ed. Löwenfeld p. 47) berichten Subhulus tempore .. . presbiter egregius nomine Harduinus florebat qui . .. plurimos arith-meticae artis disciplina alumnos imbnit ac arte scriptoria erudivit; erat enim in liacarte non mediocriter doctus. Unde plurima aecclesiae nostrae proprio sudore con-scripta reliquid volumina, id est... librum de arithmetica (d.h. Boethius) cum epistolisde ratione paschali volumen unum . . . librum Bedae de naturis verum, ac temporibusvolwnen unum. Anzuschließen wäre hier vielleicht ein Brief astronomischen In-halts aus dem 9. Jahrhundert, hrsg. aus Sangall. 831 s. XI in MG. Ep. 6,197 N. 32.Er beschäftigt sich zunächst sehr ausführlich mit den Intervallen von Sternen, vgl.Plin. 2, 21 f.; G. Rück, Auszüge a. d. Nat. hist. des Plinius S. 36 und Die Nat. bist,des Plinius im Mittelalter, Münchener SB. 1898 1, 263; außerdem könnten hier Martianund die Ars geometrica als Quellen in Betracht kommen. Es folgen dann astro-logische Abschnitte aus Servius. der hier p. 199, 14 und 200, 19 Sergius genannt wird,und aus Plin. 2,16.

S. 285 n. 2 (Ambrosii versus). Diese Verse werden für echt gehalten von G. Mercati, Studie Testi 12, 17 ff.; vgl. aber hierzu Diekamp, Theolog. Revue 1904, 464.

S. 287 n. 3 (Ambrosius Autbertus). G. Morin zeigt Revue Benedictine 27, 204-212, daßeine unter verschiedenen Namen gehende und unter Ambrosius, Augustin und Isidorgedruckte Schrift Conflictus vitiorum atque virtutum vom Abt Ambrosius Autpertusvon St.Vincenz am Volturno verfaßt und dem Lantfrid, erstem Abt von Benedikt-beuern, gewidmet worden ist. Hss. z.B. Monac.6010 s.X f. 65128, 14500 s.IX f. 100 120. Berol.424 s. XIV f. 133141. (Paris. 12312 f. 119122?). Sein Sermo de lect.evang. im Colon. 35 und Darmstad. 2031 s.IX f. 215224. Aus dem Brief Hadrians I.an Karl (MG. Ep. 3, 595, 8 ff.) geht hervor, daß er nach dem 13. April 781 starb;vgl. über ihn Abel-Simson, Jahrb. unter Karl d. Gr. 1, 466 n. 1; Sigeberti Gembl.de sciipt. eccl. 91, Anon. Mellic. 51. Sein Sermo de cupiditate war vorhanden in Clunis. XII (Delisle, Le cab. des mscr. 2, 462) N. 104 et sermone Autperti presbiteri decupiditate. Vielleicht verfaßte er auch eine Erklärung der ersten 70 Psalmen, diesich erhielt im Einsidl. 18 s. VIIIIX; die Vorrede gab heraus G. Morin, Rev.Benäd.25,88-94(1908). Der Verfasser heißt dort Adalbert, Morin hält ihn für identischmit Autpert. Zu Alchvine und den freien Künsten sowie über seine Antwort aufeine philosophische Frage (wohl des Elisaeus) vgl. J. A. Endres, Forsch, z. Gesch.d. frühmittelalterl. Philosophie (Münster 1915) S. 1 f. u. 3 f.

S. 288 (Theolog. Werke). Zum Kommentar über den Hebräerbrief vgl. E. Riggenbach,Forsch, z. Gesch. d. neutestam. Kanons etc. hrsg. von Th. Zahn Bd. 8 (1907). ObAlchvine eine Homiliensammlung herausgab, war zweifelhaft, da sich seit s. IX oder Xjede Spur davon verlor und die ihm seit s. XVI zugeschriebene Sammlung demPaulus diaconus gehört. Auch Pertz hat im Archiv 9, 469 eine Hs. der Prager Uni-versitätsbibliothek als Alcuini homiliae ausgegeben; doch auch hierin hat G. Morinnur Paulus gefunden. Die echte Sammlung hat sich aber nach G. Morin im Paris.14302 s. XII erhalten, woraus charakteristische Stellen mitgeteilt werden, RevueBened. 9, 491 ff. (1892). Eine Hs. mit De fide s. et individuae trinitatis und Deanimae ratione u. a. ist Monac. 28140.Manitius, Lateinische Literatur dos Mittelalters. II. 51