Druckschrift 
2 (1923) Von der Mitte des zehnten Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Kampfes zwischen Kirche und Staat : mit Index
Entstehung
Seite
800
Einzelbild herunterladen
 

gOO Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.

S. 248 (Wigbod). Das Werk steht im Paris, nouv. acq.762 s. X, vgl. Omont, Not. et Extr38,1, 359 f.

S. 249 n. 9 (Jesse). Jesse war nicht Bischof von Orleans, sondern von Amiens; er istVerfasser einer Epist.de baptismo, vgl. Wiegand, Die Stellung des apostolischenSymbols 1, 211 ff. und 333 n. 1. Ueber eine ihm gewidmete Hs. in Bamberg mitHieronymus Contra Iovin. und Rufinus Expos, symboli vgl. H. Fisöher, Zentralbl.f. Bibliothekswesen 24, 388 ff. Jesses Schrift steht im Sangall. 124 s. IX p. 310326Iesse Ambianensis episcopi de ordine baptismi ad sacerdotes epistola. Fraglich ist,ob ihm die Schrift angehört, die erwähnt wird zu Canterbury nach 1285 (Edwards.Memoire of libraries 1, 176) N. 289 Libellus Iesse de ethimologia verborum. NebenJesses Brief ist die gleichfalls durch ein Rundschreiben Karls veranlafite SchriftOdilos von Mailand zu erwähnen, die herausgegeben ist von Wiegand, Studien zurGeschichte der Theologie und der Kirche 4, 1 (1899).

S. 250 (Iren). Zu den Iren mag gehören Grimlaic, der am Ende des 9. Jahrhunderts lebtevgl. MG. SS. 13, 560, 33. Seine Regula steht im Berol. Meerm. 110 s. XXI (aus Reims).

.S. 260 (Hildemar). Im Monac. 14581 s. XI f. 135 Beginn 'Primo viro pacifico Vironensi scilicetarchictiacono Hildemarus . . . presbyter salutem. Cum beatus Augustinus'; dies dürftedanach eine andre Schrift als die Regula sein, die sich s. XII in Cluni fand (Delisle, Lecab. des mscr. 2, 472) N. 350 Volumen in quo continetur Hildemarus super regulam sanctiBenedicti. Ein Brief Hildemars an Bischof Ursus von Benevent bei Migne 106, 395.

S.262 (Leben Gregors I.). Zuletzt gedruckt bei W.Stuhlfath, Gregor I. der Große S.98108.

S. 262 n. 2 (Origo gentis Romanae). Vgl. C. Frick, Berliner philol. Wochenschrift 1911, 254 f.

S. 263 (Hist. miscella). Vat. Pal. 909 ist die Originalhs. des Werkes, aber nicht das Auto-graph Landolfs. Sie ist durch einen Schreiber, wohl größtenteils nach Diktat, ge-fertigt. Sie besitzt Randbemerkungen, die an einen Fürsten gerichtet und vom Schreiberselbst angebracht worden sind. Die Hs. sollte in ihrer Gesamtheit der Erziehungeines Fürsten dienen und ist wohl in Benevent zusammengestellt. Dort hat ihr Em-pfänger, ein beneventanischer Fürst s. XI 1 , gelebt und auch der Verfasser, der Laie,kein Geistlicher war. Die Hist. miscella ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Text-kritik des Nepotianus, des Epitomators von Valerius Maximus, vgl. Schnetz, Blätterf. d. Gymnasialschulwesen 47, 112. 114. Hs. auch Hagensis Meerm. Westrenian. 59s. XHI.

S. 266 (Egino). Er hielt sich zu Reichenau auf, vgl. Mirac. s. Marci 3 (Mone, Quellen-sammlung z. badischen Landesgeschichte 1, 62). Vielleicht war seine Sammlung 984zu Cremona (Becker 36, 61) partis Aglmonis (Aginonisl) super evangelia id est aprima dominica adventus domini usque octava pasche volumen unum. 68 aliae partisAgimonis volumen unum.

S. 267 (Homilien von Heiric). Die Homilien eines Heric, durch welche die des Paulus Diaconusin der Ausgabe vermehrt wurden, stammen nicht von Heiric, ihr Verfasser ist nachZeit und Ort unbekannt. Die älteste Ueberlieferung ist Monac. 6217 s. XI f. 28 (ausFreising; 20 Stücke unter dem Namen Bedas); dann Monac. 9504 s. XII (aus Ober-altaich; 127 Stücke); Berol. 352 s. XV. Monac. 16207 s. XIV. Mellicensis F 34 s. XIII.Paris. 14302 s. XII (St. Victor) enthält unter der falschen Aufschrift Omelie Alcuinidie elf Homiliae Herici, durch die Paulus später erweitert wurde. Vgl. G.Mo rin,Revue Bönedictine 9, 497. Diese Homilien werden auch genannt in Cluni s. XII(Delisle, Le cab. des mscr. 2, 475) N. 425 Erricus in evangelia totius anni und inAmelungsborn 1412 (H. Dürre, Beitr.z.Gesch. d.Cisterzienserabtei Amelungsborn S.21)N. 171 Omelie dominicales Herici hyemales; N. 172 Omelie Hei-ici estivales.

S. 268 (Hist. Lang.). Verbesserungen zum Texte gab J. Dräseke. Wochenschr. f. klass. Phil.1916 Sp. 377383.

S. 270 (Gedichte). Das Gedicht auf Benedikt (Ordiar unde tuos) hat Aimoin vollständig auf-genommen in den Sermo de s. Benedicto, Migne 139, 861864. Die Ausgabe derGedichte von K. Neff rezensiert A. Crivellucci (Studi storici 19, 8998) mit vielVorschlägen zur Verbesserung.

S. 273 (Aelbert). Vielleicht stammen von Alchvines Lehrer Aelbert die Pliniusexzerpte imParis. 4860 s. X f. 9398, vgl. G. Rück, Die Nat. Hist. des Plinius im Mittelalter,München 1898, S.46ff. Dieselben Exzerpte stehen im Leid.Voss. Q 69 s.IX f.39 1 '46'.Zur Stellung Alchvines zu den freien Künsten vgl. J. A. Endres, Forsch, z. Gesch. d.frühmittelalterl. Philosophie (Münster 1915) S. 1 ff. Zur Grammatik vgl. W. Schmitz,Alcuins Ars grammatica. Diss. 1908. Im Anhang zu dieser katechetischen Gram-matik seien genannt die in dialogischer Form gegebenen Auszüge aus Grammatikernim Valentian. 376 s. VIII f. 77112 De partibus orationis diversorum auctorum, diedurch ihren Quellenreichtum überraschen. Es sind benutzt für dies Gespräch zwischenLehrer und Schüler Donat. Isidor, Augustin, Priscian, Pompejus, Consentius, ValeriusProbus, Sergius. Die Fortsetzung erfolgt durch Glose de libris grammaticorum de