798 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.
S. 180. H. Brewer macht sehr wahrscheinlich, daß die von Mone aus einem ReichenauerPalimpsest gedruckten Messen von Fortunat stammen, vgl. Zs. f. kath. Theol. 42, 693 ff.
S. 181 (Hymnus auf Poitiers). Ausgabe der Hymnen von Dreves, Analecta hymnica 50, 77 ff.
S. 182 (Ionae vita Columbani). Handausgabe von Br. Krusch, Hannover 1905. —Jonas warAbt eines gallischen Klosters, aber nicht zu St. Amand (und auch nicht in Bobbio).Zur Vita Iohannis Reomaensis weist F. Stob er (Wiener SB. 109, 319—398) nach, daßParis. 11748 das ursprüngliche Werk (aber nicht vollständig erhalten) darbietet.Mabillons Text ist Ueberarbeitung und der Text in Acta SS. Ian. 2, 854 ist nur einespätere zweite Ueberarbeitung. — Die Vita Columbani (mit Vita Hilarii Fortunats, Re-migii Hincmars, Galli Walahfrids) findet sich in der großen Hs. von HeiligenlebenVolterra 6775—6777 s. XII und XIII.
S. 184 (Kenntnis Vergils). Eine Vita Vergilii, von einem Iren geschrieben, steht im CodXXVd/65 s. VIII—IX des Klosters St.Paul in Kärnten, vgl. M. Petschenig, WienerStudien 4,168. Neueste Ausgabe bei J. Brummer, Vitae Vergilianae p. 54 f. (Leipzig1912).
S. 185 (Praecepta vivendi). Das Gedicht gehört nach A.Streib, MünchenerMuseum 2,343—364nicht dem Columban, sondern ist von Alchvine verfaßt. Zu Columban s. Laux, Job..Jos., der hl. Kolumban, Freiburg 1919; G. Metlage, The life and writings of SaintColumban, Philadelphia 1914.
S. 188 (Gedicht Sisebuts). Bekanntschaft mit älterer Literatur in Vs. 55 {vagans errore rato)vgl. C. Weyman, Compte rendu du quatr. congr. scientif. internat. des cathol. (Frei-burg i. d. Schweiz) 1898. VI (Sciences philol.), S. 147 f. — Neue Ausgabe bei RieseAnth. lat. 2 N. 483.
S. 189 (Exhortatio poenitendi). Neue Ausgabe mit Benutzung des Andecavensis 275 vonK.Strecker, MG. PL. 4,762—768. (Lamentum poenitentiae). Mit Benutzung von
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Andecav. 275, Monza capit. ——— s. IX, Oxon. Laud 508 s. XII und Scorial. b. III. 14
s. XVI neu herausgegeben von K.Strecker, MG. PL. 4,771—783.
S. 192 (Berner Rätsel). Zur Metrik vgl. J. Cornu, Wiener SB. 159, III S. 69 ff. Neue Ausgabevon K.Strecker, MG. PL. 4,732—759.
S. 195 (Ausgabe des Dracontius). Ausführlich handelt hierüber inhaltlich, sprachlich undmetrisch das Programm von K. Reinwald, Die Ausgabe des ersten Buches derLaudes dei und der Satisfactio des Dracontius durch Eugenius von Toledo. Speyer 1913.
S. 199 (Stefanus magister). Neu herausgegeben von K. Strecker, MG. PL. 4,728—731.
S. 201 (Versus de sex etatibus mundi). Neue Ausgabe von K. Strecker, MG. PL. 4,559—564.
S. 201 (Versus de Asia). K. Strecker ist in seiner neuen Ausgabe (MG. PL. 4,549—559) derAnsicht von K. Pertz wieder beigetreten, die Hss. ]'zugrunde zu legen und die in Yfehlenden Strophen aus der Handschriftenklasse X zu ergänzen. Vgl. Krusch, NeuesArchiv 35, 318.
S. 209 (Gildas). Zur Vita Winwaloei vgl. C. de Smedt, Anal. Bollandiana 7,175 (legat sanctumGildam etc.). A.O.Anderson legt Celtic Review 8,149—165 dar, daß die WorteDe excidio 32 (Auct. ant. 13,44) aurigaque currns receptaculi Ursi, mit denen Cune-glasus angeredet wird, unter der Bedeutung Arcturus auf König Arthur gehen können;vielleicht hieß Arthur danach Arturus Cuneglasus. — Gildae oratio (Vs. 12 verbessertvon G. Weyman, Münchner Museum 2, 3, 334 ff.) ist neu herausgegeben mit umfäng-lichem Kommentar und mit andern Reisegebeten von W. Meyer, Göttinger Nach-richten 1912,48—108 und von K.Strecker, MG. PL. 4. 618f.
S. 210. Zu den komputistischen Kenntnissen der Iren macht G. Schepss (Die ältestenEvangelienhandschriften der Würzburger Universitätsbibliothek, Würzburg 1887, S. 27)aufmerksam auf die Worte im Wircib. M. th. f. 61 s. IX f. 29 des eingehefteten Kom-mentars Mosinu Macumin scriba et abbas Benncuir primus Hebernensium com-potem (= computum) a Greco quodam sapiente memorialiter dedicit. Deinde MocuorosMaccumhi Semon, quem Bomani doctorem. totius mundi nominabant, alumnusquepraefati scribae in insola, quae dicitur Crannach Duinlethglaisse, haue scientiamliteris fixit, ne memoria laberetur; Mosinu Mac Cumin war Schreiber und Abt zu Bangorund starb 610; vgl. Zimmer, Pelagius in Irland S. 5 und Preuß. Jahrb. 59, 28.
S. 212. A. Kappelmacher bestreitet Wiener Studien 36 (1914) 185 ff., daß Jordanis Bischofgewesen ist. Engl. Jordanisübersetzung von C. C. Mierow, Princeton 1908.
S. 214. M. Besson, L'art barbare dans l'ancien diocese de Lausanne (Lausanne 1909) be-richtet über ein halbes Blatt aus den Getica des Jordanis s. VIII — IX 1 in fuldischerSchrift geschrieben; er sieht darin einen Rest des im Heidelb.921 fehlenden Schlusses.
S. 216 (Victor Tonnennensis). Vgl. F. Görres, Theo!. Studien und Kritiken 1895, 103 ff.
S. 217. Zu Gregor von Tours vgl. S. Hellmann, HistorischeZeitschr. 107 Heft I. — Ueber dasreligiöse Leben in Lyon zur Zeit Gregors vgl. Coville, L'ev§que Nizier et Gregoire