Nachträge zum ersten Bande. 797
S. 134 (Theodor). In Lorsch s. IX besaß man von ihm (Becker 37, 159) et symbolum guodcomposuit Theodorus archiepiscopus Britanniae insulae. Sein Poenitentiale wird ge-nannt von Hermannus Contractus im Chron.690 Theodorus .. . qui inter alia bona librumpoenüentialem magna discretione conscripsit. Hiernach hat der Anon. Mellic. 27 ed.Bttlinger S. 58) seinen Bericht über Theodor gefaßt.
S. 134 (Hadrian). Auf ein Schriftstück, das Abt Hadrian von Nisida (bei Neapel) 668 mitnach England brachte, gehen höchstwahrscheinlich zwei Stücke zurück, die Edm. Bishopaus Mus. Biit. Cotton Nero D IV und Mus. Brit. Reg. L. B. VII (beide s. VII) in der Rev.Benedictine 1892 'La liturgie de Naples au temps de St. Gregoire' veröffentlichte.
S. 136. L. Duchesne hat in den metrischen Inschriften Aldhelms für die Altäre der zwölfApostel Benutzung der unter dem Namen des Abdias gehenden und im Mittelalter sehrverbreiteten Sammlung apokrypher Apostelgeschichten nachgewiesen, vgl. Th. Scher-mann , Texte u. Unters. 31, 3, 171 und 220.
S. 136 (Rätsel). Die neue Ausgabe Aldhelms von R. Ehwald (MG. Auct. ant. 15) bietetzum ersten Male die Rätsel in der Anordnung, wie sie in den Hss. steht; wichtig istin der neuen Ausgabe die Benutzung der Hss. Augiens. LXXXV u.Valentian.376 u. 378.
S. 138 n. 3. Ueber die Jungfräulichkeit handelte vor Aldhelm auch Damasus versu prosaqueund A. hat das verlorene Werk des Damasus wohl benutzt, wenigstens sind dessenEpigramme .von ihm verweitet, vgl. Rev. d'hist. et. de litt, rölig. 1. 73. Doppelte Be-handlung in Versen und Prosa findet sich bei Sedulius, Beda und Thiofrid von Echter-nach (vgl. Ed. Roßberg p.VIII).
S. 140 (De virginitate). Die neue Ausgabe Ehwalds beruht für die Prosa besonders aufWircib. M. th. f. 21, für das Gedicht namentlich auf Gothanus I 75. Vom Gedichtewurden Vs. 842 —880 (über Benedikt) und 2024—2050 (über Scholastica) von Aimoinganz aufgenommen in dessen Sermo de sancto Benedicto (Migne 139,866—868).
S. 141 (Aethilwald). Als Anhang erscheinen bei Ehwald p.519—537 auch diese rhythmischenGedichte in vortrefflicher neuer Ausgabe und mit ausgezeichneter Erklärung.
S. 142 ff. Zum Leben des Bonifatius vgl. Schnürer, Hist. Jahrbuch 31, 851 und H. Böhmer,Ztschr. d. Vereins f. hess. Geschichte 50, 171—215. M. Tangl, Bonifatiusfiagen in Ab-handl. d. Berl. Akademie phil.-hist. Kl. 1919 N. 2.
S. 147. Daß Bonifaz die Itala kennt, ergibt sich aus mehreren Briefen, vgl. Epist. 78 (MG.Epist. 3, 352. 17 und 353. 27) und Epist. 80 (p. 358, 2 ff.).
S. 151 (Akrosticha zu den Rätseln). Aehnlich später bei Arnulf in der Deliciae cleri 761—784.—Zu den Versen des Bonifaz von Nithard (MG. PL. 1, 18) fordert M.R.James eineUmstellung, Engl. hist. rev. 29, 94.
S. 152. Zu den Predigten von Bonifaz vgl. Schlecht, Doctrina XII apostolorum (Freiburg1901) S. 75ff.; dort S. 124ff. Ausgabe der 15. Predigt mit dem Titel Admonitio s. Petrisive praedictio s. Bonifatii (vgl. hierzu Bardenhe wer, Theol. Revue 1902 N. 3 Sp. 87)aus Monac. 6254.
S. 155 (De resurrectionemortuorum). Vs. 185 solusagios sanctusque deus ist vielleicht gallischesSymptom nach A. Harnack, Texte und Untersuchungen, N. P. IV, 3b. 28 (1899).
S. 159 (Hymnus lorica). Er gehört dem Gildas nicht an, vgl. K. Strecker, PL. 4. 618. Aus-gabe von C.Blume, Analectahymnica 51,358 ff. (1908). Hs. in Cambridge, s. R. Thurn-eysen, Ztschr. für deutsche Philol.28.111.
S. 161 (Hymnar von Bangor). Ausgabe bei Blume, Anal, hymnica 51, 259 ff. — N. 1 gehörtnach W. Meyer (Göttinger Nachrichten 1909. 423) dem Hilarius von Poitiers nicht an.
S. 162. Ueber den Hymnus des Secundinus auf den hl. Patricius vgl. J. B. Bury. The lifeof St.Patrik and his place in the history (London 1905) S. 117 f. 246 T.
S. 166 (Sprache Arators). Zu Vergil vgl. J. Schrödinger, Das Epos des Arator De actibusapostolorum in seinem Verhältnis zu Vergil, Weiden 1911.
S. 167 (zu Accessus ad poetas). Vgl. G. Przychocki, Anz. d. Akad. d.Wiss. zu Krakau.Philos.-hist. Kl. 1910 N. 7/8 S. 96 f. — Neue Ausgabe des Epos mit Einleitung überArators Leben, seinen Stil und sein Gedicht von G. L. Perugi, Aratore. Contributoallo studio della letteratura latina nel medio evo, Venezia 1909.
S. 172. Zu Fortunat vgl. R. Koebner, Venantius Fortunatus, seine Persönlichkeit und seineStellung in d. geistigen Kultur des Merowingerreicb.es (Beitr. z. Kulturgesch. des Mittel-alters u. d. Renaissance Bd. 22).
S- 175 (zuEpithalamium). Besprechung der früheren Formen dieser Dichtart von C. Morelli,Studi Italiani di filologia classica 18,398 ff.
S. 175 f. A. Meneghetti, La latinita di Venanzio Fortunato, Turin 1917.
S. 179 (zum Leid. Voss. Q 12). Einige Glossen aus dieser Hs. bei L. Delisle, Literature latineet hist. du moyen äge (Paris 1890) S. 4 f. — Zur Textkritik E. Rey, Rev. de philol.31, 190—198 (1907).
S. 180 (zu den Heiligenleben). Vgl. C. A.Bernoulli, Die Heiligenleben der Merowinger (1900)S. 75 ff.