Nachträge zum ersten Bande. 795
S. 72 (Ecgbert von York). Das Poenitentiale Ecberts besaß man in Würzburg s. IX (Becker 18,41) Liber Ecberti archiepiscopi de poenitentia.
S. 76 (Beda de orthographia). Manches in dieser Schrift stammt aus Fronto de nominum ver-borumque differentiis; der Montepess. 306 s. IX enthält einiges aus Frontos Werkchen.
S. 79. De natura rerum und als zweites Buch De temporibus steht im Sangall. 248 s. IX p. 83,daselbst p. 183 die Chronik aus dem Lib. de ratione temporum. — Br. Krusch (Me-langes Chatelain p. 232—242) macht auf einen fränkischen Komputus vom Jahre 737im Berol. Phillipp. 1831 s.VIII ex. aufmerksam. Der Komputist schließt sich als ersterim Frankenreiche der dionysischen Aera an und verwirft die Osterrechnung des Victorius.Er geht dabei dieselben Wege wie Beda, dessen etwas älteres Werk er nicht kennt.Schluß des Komputus mit dem Todesjahr Theuderichs IV.; Krusch hat das Schriftchenabgedruckt. — Uebrigens steht im Sangall. 248 s. IX p.59—82 ein ganz anderer Kom-putus als in Bedae op. 1,169—214.
S. 81. Die beiden Schriftchen De loquela digitorum und De ratione unciarum sind ebenfallsdurch Byrhtferth kommentiert worden, vgl. Bedae op. ed. Basil. (1688) 1, 128 ff. und1,142 f. Zu den naturwissenschaftlich-mathematischen Werken ist auch der Katalogvon Fleury 1552 zu vergleichen und zwar (Notices et extraits 31, 1, 429) N. 61, p. 437N. 254 und p. 439 N. 296.
;S. 83 (Kirchengeschichte). Zu beachten ist hier auch Sangall. 247 s. IX.
;S. 83 n. 1. Daß die alte Vita Gregorii von Beda nicht benutzt ist, wie H. Moretus meint,wird von W. Stuhlfath, Gregor I. der Große (Heidelberg 1913) S. 63—89 erwiesen;Beda wie der alte Biograph haben unabhängig voneinander mündliche Traditionaufgezeichnet. — Neue Ausgabe: The venerable Bede Ecclesiastical history of England,ed. A. M. Seelar, New York 1912.
S. 86 (De locis sanctis). Eine Hs. s. XI ist in Namur (Seminar), vgl. G. Morin, Rev. Bened. 16,210 f. (De die iudicii). Ausgabe von Dreves, Analecta hymnica 50, 96 ff. (Hymnus aufAedilthryd). In der Fortsetzung der Virtutes Geretrudis c. 3 (MG. SS. rer. Merov. 2, 473,2—6.10) wird der Hymnus Vs.27. 32. 38.49. 53. 33. 50 benutzt, vgl. v. Winterfeld,Neues Archiv 33, 558 f. — Der Rhythmus Annus solis continetur, der ohne Grund Bedazugeschrieben wird, steht in der Hs. der Augsburger Stadtbibl. 8 s. XII f. 101 *>, vgl.Strecker, Neues Archiv 36, 319. 321. — Die Oratio Bedae ad deum hat Willi. Meyer,(Göttinger Nachr. 1912 S. 228—235) zum ersten Male aus 13 Hexametern und ausder gleichen Zahl Pentameter im Aurelian. 184 s. X richtig zu Distichen zusammen-gestellt und sie im Zusammenhang mit weiteren ähnlichen Gebeten an Gott besprochen.
S. 86. P. Lehmann, Die Veröffentl. v. Bedas Psalmengedichten, Zs. f. kath. Theol. 34, 89 ff.
S. 87 (Beda). Zur ursprünglichen Sammlung derEvangelienhomilien vgl. G. Morin, Rev. Bene-dict. 9,316 ff. Ueber das Epistelhomiliar (fehlt bei Giles und bei Migne) s.J. Schlecht,Doctrina XII apostolorum, Freibuig 1901, S. VI ff. — Mit dem Wert und der Echtheitdes Liber quaestionum (Migne93,455 ff.) beschäftigt sich P.Lehmann,Münch.SB.1919Abh. IV. — Von Beda stammen die Excerpta ex commentario Hieronymi in Iesaiam imSangall. 254 s. IX p. 2—252, der Autor wird nämlich genannt in Bedas eignem Schriften-ausweis im Sangall. 247 p. 301 col. 1 (unten); kurze metrische Einleitung zu demWerke gedruckt bei Gerbert, Iter Alemannicum ed.2 p.109. — Anhangsweise seihier genannt das Werk eines Eadbert in St. Gallen s. IX (Becker 22, 240) CollectioEadberti de diversis opusculis sanctorum palrum vol. I.
■S. 89. Von Traubes Ueberlieferungsgeschichte der Regula Benedicti ist eine zweite Auflagein den Abh. d. bayer. Akad. 3. Klasse Bd. 25 Heft 2 erschienen, ebenfalls von der Aus-gabe von Edm. Schmidt, Regensburg 1911. M.Rothenhäusler handelt in Studien u.Mitteil. z. Gesch. des Benediktinerordens 38,1 — 17 über Anlage und Quellen der RegulaBenedicti und gibt daselbst 39, 167—170 eine systematische Darstellung über das Werk.
S. 90. Zu Benedikt vgl. Cl. Blume, Der Kursus S. Benedictini Nursini und die liturgischenHymnen des 6. bis 9. Jahrhunderts, Leipzig 1908. — Daß Bened. regula 4 auf eineSpruchsammlung zurückgeht, leugnet E.C.Butler, Journ. of Theolog. Studies 12,261 ff. — Sallustianisch ist in der Regel auch die Verbindung malus vel (et) pi-avus,vgl. C. Weyman, Hist. Jahrbuch 32,339 (vgl. Plin. epist. 3, 9, 32 und Archiv f. lat.Lexikographie 15, 212). Erklärungen zur Regula schrieben z. B. Bernardus Ayglerius,Edmer Prior, Hildemar von Civate, Hugo de S.Victore, Johannes Slitpacher, Johannes deTurrecremata (beide im Monac. 18148 s. XV), Johannes Keck (Autograph im Monac. 18150s. XV), Paulus diaconus, Petrus Boerius (im Monac. 18151 s. XV), Smaragdus vonSt.Mihiel. — Ueber wirtschaftliche Anschauungen in der Regula handelt A. Werming-hoff, Historische Aufsätze Karl Zeumer dargebracht, Weimar 1910. Ausgabe vonB. Linderbauer, Metten 1922.
S. 90. Zu Benedikt vgl. H. Schrörs, Zs. f. kath. Theol. 45, 169 ff.
S. 92ff. (Leben Gregors). W. Stuhlfath, Gregor I. der Große. Sein Leben bis zu seinerWahl zum Papste, Heidelberg 1913, beschäftigt sich S. 63—89 mit den ältesten Lebens-